Sport-Mix: Derby-Sieg, emotionaler Karatecup und Salzburger Doppelsieg

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Die erst 15-jährige Saalbacherin Vali Höll unterstrich ihre Dominanz in der europäischen Downhill-Jugend mit einem Heimsieg.
Die erst 15-jährige Saalbacherin Vali Höll unterstrich ihre Dominanz in der europäischen Downhill-Jugend mit einem Heimsieg. - © Rick Schubert
Im Salzburger Eishockey-Derby konnten die Zeller Eisbären triumphieren. Während sich beim Downhill eine Rad-Legende verabschiedete, rührte der internationale Karatecup für Menschen mit Behinderung die Zuseher in Wals-Siezenheim. Außerdem feierten im Biathlon zwei Salzburger einen Doppelsieg.

Die Zeller Eisbären gewannen das Derby bei den Red Bull Hockey Juniors in Salzburg mit 4:2 und führen nun mit dem Maximum von neun Punkten aus drei Spielen die Tabelle der Alps Hockey League an. Nach 40 Minuten 1:2 zurück, entschieden die Gäste mit drei Treffern im Schlussdrittel das Match für sich.

Eishockey: Powerplay entschied Derby für Zeller Eisbären

Von Beginn an sahen die 500 Fans im Salzburger Volksgarten ein flottes Spiel zwischen den Red Bull Hockey Juniors und dem EK Zeller Eisbären. Beide Teams hatten auch ihre Chancen, es benötigte jedoch eine Überzahl für den ersten Treffer: Martin Oraze hämmerte in Minute 15 nach Zuspiel von Wilfan und Vala den Puck zum 1:0 für die Eisbären unter die Latte. Im Mittelabschnitt nahmen die Pinzgauer zu viele Strafen – das rächte sich. Die Gastgeber drehten das Match durch Treffer von Zimmermann und Winkler.

Zells Jussi Tapio (blau) bezwang Salzburg-Keeper beim 3:2 in Überzahl./GEPA/Red Bull Zells Jussi Tapio (blau) bezwang Salzburg-Keeper Nicolas Wieser beim 3:2 in Überzahl./GEPA/Red Bull ©

Im Schlussdrittel waren es dann die Hausherren, die sich immer wieder durch Strafen schwächten. Das nützten die Eisbären eiskalt aus. Mit zwei Treffern bei doppelter Überzahl von Jussi Tapio (43.) und Petr Vala (53.) drehten die Gäste das Match zu ihren Gunsten. Im Finish machte Tapio mit seinem zweiten Treffer des Spiels zum 4:2 alles klar. “Wir spielen gutes Eishockey, bringen aber die Scheibe nicht im Tor unter. Da hilft alles nichts. Wir müssen einfach mehr Tore schießen”, resümierte Salzburgs Head-Coach Matt Culey.

Biketember Festival: Emotionaler Abschied von Downhill-Legende

Mit dem Biketember Festival bog die Bikeregion Saalfelden Leogang am vergangenen Wochenende auf die Zielgeraden der aktuellen Contest-Saison. Vom Kinderrennen bis hin zum Serienfinale des iXS European Downhill Cups wurde einmal mehr die breite Disziplinen-Palette des Mountainbikesports geboten. Während die erst 15-jährige Saalbacherin Vali Höll ihre Dominanz in der europäischen Downhill-Jugend mit einem Heimsieg unterstrich, verabschiedete sich eine Legende der österreichischen Downhillszene von seiner Heimstrecke. Saalbacherin Höll war die schnellste Frau auf dem Kurs und kürte sich zur Gesamtsiegerin der U-17-Klasse. In seinem “Wohnzimmer“ bestritt Markus Pekoll in Lederhosen und Trachtenhut sein allerletztes Downhill-Rennen als Profi. “Kurz vorm Start war es brutal emotional. Das war es jetzt wirklich. Ich hatte aber dann extrem viel Spaß gehabt und habe nochmals alles aufgesaugt”, sagte Pekoll.

Markus Pekoll zelebrierte sein letztes Downhill-Rennen./Rick Schubert ©

Viel Licht und wenig Schatten bei den World Triathlon Series

Beim Triathlon-Spektakel in Rotterdam waren Lukas Pertl und sein Bruder Philip bei der U23-WM beziehungsweise Junioren-WM mit ihren Resultaten nicht ganz zufrieden. Indes zeigte Lukas Hollaus beim Finale der World Triathlon Series erneut seine ganze Klasse. Nach einem durchwachsenen Rennen war für den Dorfgasteiner L. Pertl nicht mehr als der 37. Platz drinnen: “Die Radstrecke war brutal anspruchsvoll mit vielen engen Passagen und Kurven, das war heute eine echte Herausforderung”, erklärte Pertl, dessen Bruder bei der Junioren-WM nach dem harten Radkurs als 35. die Ziellinie überquerte: “Mit meinem Rennen bin ich halbwegs zufrieden, nicht aber mit der Platzierung.” Lukas Hollaus lieferte beim großen Finalrennen der World Triathlon sein bestes Rennen in seiner Karriere ab. Mit einem sensationellen Lauf landete er schlussendlich auf dem 25. Platz. “Das Rennen war hart, aber ich habe nicht nachgelassen und speziell der Lauf war für mich der beste meiner Karriere. Nun bin ich im WTS-Gesamtranking auf dem 31. Platz und darüber bin ich glücklich und auch stolz”, freute sich Hollaus.

Mit einem sensationellen Lauf sicherte sich Triathlet Lukas Hollaus den XX Platz./Martin Steiger/ÖTRV Mit einem sensationellen Lauf sicherte sich Triathlet Lukas Hollaus den 25. Platz./Martin Steiger/ÖTRV ©

Internationaler Karatecup für Menschen mit Behinderung

Am Samstag gab es in der Walserfeldhalle mit dem internationalen Nachwuchscup und den internationalen Karatecup für Menschen mit Behinderung gleich zwei Turniere bestritten. Insgesamt kamen 175 Sportler von 17 Vereinen aus ganz Österreich und Bayern, um sich zu messen. Bei den Wettkämpfen für Menschen mit Behinderung staunten die Zuseher nicht schlecht. Wie gefesselt und voller Begeisterung von den Leistungen der Athleten herrschte in der Halle eine atemberaubende Stille.

Die Salzburger-Karate-Vereine gewannen 19 der 32 Bewerbe und holten insgesamt 62 Medaillen. Im Medaillenspiegel belegten sie die ersten drei Plätze im Nachwuchscup: Karate Union Walserfeld stand ganz oben (6 Mal Gold, 9 Mal Silber und 7 Mal Bronze) gefolgt von ASKÖ Karate Kara (5/4/7) und Karate Union Leistungszentrum Pinzgau (3/2/3).

Biathlon: Österreichische Meistertitel für Grossegger und Hauser

In Abwesenheit von Dominik Landertinger (Bandscheiben-OP) und Simon Eder (Entfernung vom Weisheitszahn) gingen in Obertilliach (Tirol) die Österreichischen Biathlon-Meisterschaften im Einzelwettkampf über die Bühne. Bei leichtem Dauerregen setzten sich Sven Grossegger bei den Herren und Lisa Hauser bei den Damen durch. Grossegger gewann den 20-Kilometer-Bewerb bei schwierigen, aber fairen Bedingungen trotz drei Strafminuten und führte damit vor Julian Eberhard (+1:50,9 Minuten) einen Salzburger Doppelsieg an. Dieser musste wie der drittplatzierte Steirer Kevin Plessnitzer (+3:27,9 Minuten) sechs Fehler in Kauf nehmen.

Sven Grossegger ließ bei den österreichischen Meisterschaften Julian Eberhard hinter sich./ÖSV/Sonnberger Sven Grossegger ließ bei den österreichischen Meisterschaften Julian Eberhard hinter sich./ÖSV/Sonnberger ©

Den nationalen Meistertitel bei den Damen sicherte sich Lisa Hauser. Die Tirolerin setzte sich beim 15-Kilometer-Rennen im Biathlonzentrum Osttirol 50,7 Sekunden vor der Steirerin Fabienne Hartweger durch. Beide verzeichneten vier Fehlschüsse. Rang drei der österreichischen Meisterschaften belegte die Salzburgerin Christina Rieder (+53,7 Sekunden), die zwei Scheiben stehen ließ. Wenn keine Komplikationen auftreten, kann Landertinger in etwa einer Woche vom Sanatorium Kettenbrücke in häusliche Pflege entlassen werden. Ein intensives Training ist für Landertinger frühestens in acht Wochen möglich.

Zwei Medaillen für Österreichs Judoka

Österreich durfte bei der U21-EM in Marburg über zwei Medaillen jubeln. Stephan Hegyi (über 100 kg) und Michaela Polleres (unter 70 kg) gewannen als Mitfavoriten jeweils die Silbermedaille. “Hut ab vor ihren Leistungen”, sagten die Nationaltrainer Bela Riesz und Marko Spittka. “Hegyi war sehr gut, leider hat er im Finale beim Stand-Boden-Übergang einen Fehler gemacht. Er hätte im Finale auch seine Chancen gehabt”, bilanzierte Riesz. “Ich bin sehr zufrieden mit Polleres. Im Finale war ihre russische Gegnerin einen Tick besser”, sagte Spittka.

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