Vandalen besprühen evangelische Kirche in Salzburg

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Die evangelische Kirche in Salzburg-Gneis wurde beschmiert.
Die evangelische Kirche in Salzburg-Gneis wurde beschmiert. - © FMT-Pictures/MW
Die evangelische Kirche im Salzburger Stadtteil Gneis wurde Opfer von Vandalismus. Unbekannte besprühten das Gotteshaus mit dem Schriftzug der Terrororganisation Irische Republikanische Armee (IRA). Die Polizei ermittelt wegen schwerer Sachbeschädigung.

Die Tat habe sich im Zeitraum zwischen 13. und 14. Juli ereignet, wie die Polizei Salzburg auf S24-Nachfrage berichtet. Bislang unbekannte Sprayer haben die Auferstehungskirche in Gneis mit den Lettern IRA, die als Abkürzung für die Irische Republikanische Armee stehen, besprüht. Außerdem wurden die Worte “catholic power” auf die Kirche geschmiert.

Evangelische Kirche fürchtet hohe Kosten

Vonseiten der evangelischen Kirche heißt es im Gespräch mit SALZBURG24 man habe keinerlei Verdacht, wer dafür verantwortlich sein könnte. Einen vergleichbaren Vorfall habe es zudem noch nicht gegeben. Man gehe jedoch davon aus, dass die Entfernung des Schriftzuges entsprechend teuer wird.

Radarkästen und Garage in Salzburg ebenfalls besprüht

Die Polizei Salzburg ist über diesen Vorfall im Bilde und ermittelt wegen schwerer Sachbeschädigung. Neben der evangelischen Kirche wurden auch zwei Radarkästen in Salzburg-Morzg sowie eine Garage in Salzburg-Taxham mit dem Kürzel IRA besprüht. „Derzeit gehen wir davon aus, dass es sich dabei um den gleichen Täter handelt“, sagt Verena Rainer von der Pressestelle der Polizei Salzburg. Im Fall der Radarkästen und der Garage, auf die zudem eine irische Flagge gesprüht wurde, laufen die Ermittlungen wegen Sachbeschädigung.

IRA fordert gewaltsame Abspaltung Nordirlands

Die IRA wollte die gewaltsame Abspaltung Nordirlands von Großbritannien herbeiführen. Im Nordirland-Konflikt kämpften pro-irische Katholiken unter Führung der IRA gegen protestantische, pro-britische Loyalisten. Im Kern ging es darum, ob der zu Großbritannien gehörige Nordteil Irlands wieder mit der Republik im Süden vereinigt werden soll. Der Konflikt wurde 1998 mit einem Friedensabkommen weitgehend beigelegt. Vereinzelt kommt es dennoch bis heute zu Attentaten und Gewaltausbrüchen.

(S24/APA)

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