Sprengung in Werfenweng: Sperre und Evakuierung

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Am Donnerstag wurde gesprengt – genau im Wengerwinkl in Werfenweng (Pongau) im Bereich Oberlehen. Das ist notwendig, weil dort ein zehn Meter hoher Felsblock herabfallen könnte. “Wir wollen auf Nummer sicher gehen und nicht abwarten, bis etwas passiert”, teilte Michael Rachensperger von der Bezirkshauptmannschaft St. Johann im Pongau vorab mit. Er koordiniert den Gesamteinsatz.

Schauplatz ist der Westhang des 1.425 Meter hohen Wieseggs in der Pongauer Gemeinde. Dort hat sich schon im vergangenen Herbst ein Felsblock gelöst und ist rund 250 Meter tief bis ins Tal gestürzt. Landesgeologe Gerald Valentin hat festgestellt, dass sich oben in der Felswand noch ein etwa zehn Meter hoher und fünf Mal fünf Meter breiter Felsturm befindet. Dieser hat sich vom Kalkgestein dahinter gelöst und ist sehr labil.

Sprengvorgang wurde am Computer simuliert

“Eine Sicherung dieses rund 250 Kubikmeter großen Felsblocks ist aufgrund des damit verbundenen Aufwands nicht zu finanzieren. Daher haben wir eine Sprengung empfohlen”, so Valentin. Häuser sind nicht direkt gefährdet, aber es gibt dort einen Wanderweg und im Winter die Langlaufloipe. Aufgrund einer Computersimulation des Sprengvorgangs rechnen die Experten mit keiner Gefahr für Häuser und Wirtschaftsgebäude in Oberlehen im Wengerwinkl. Dennoch wurde aus Sicherheitsgründen ein nahegelegener Bauernhof evakuiert.

50 Sprenglöcher wurden in den Fels gebohrt./höhenarbeit 50 Sprenglöcher wurden in den Fels gebohrt./höhenarbeit ©

50 Sprenglöcher in Fels gebohrt

Seit Dienstag wurden die erforderlichen Vorarbeiten durchgeführt. Ziel dabei war es, den Felsturm in möglichst wenige Einzelstücke zu zersprengen, um die Schäden im Schutzwald darunter gering zu halten. Außerdem wurden an der Unterseite des Felsblocks 50 Sprenglöcher gebohrt, die mit Sprengstoff gefüllt wurden, schildert Valentin am Donnerstagvormittag im Gespräch mit SALZBURG24.

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