Stadlober ÖSV-Solostarterin beim Langlauf-Weltcup-Auftakt

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Teresa Stadlober ist in Ruka die einzige ÖSV-Läuferin
Teresa Stadlober ist in Ruka die einzige ÖSV-Läuferin - © APA
Teresa Stadlober und Bernhard Tritscher sind auch im kommenden WM-Winter die größten Hoffnungsträger im österreichischen Skilanglauf-Team. Stadlober ist am Wochenende beim Weltcup-Auftakt mit zwei Klassikrennen in Ruka die einzige ÖSV-Teilnehmerin. Tritscher greift eine Woche später in Lillehammer ins Geschehen ein, seine Teamkollegen um Max Hauke und Dominik Baldauf erst Mitte Dezember in Davos.

ÖSV-Langlaufchef Markus Gandler erhofft sich von Stadlober und Tritscher einen weiteren Schritt in Richtung Weltspitze. Hauke und Baldauf, die sich beide im Frühjahr einer Nebenhöhlenoperation unterzogen haben, sollen beständiger in die Weltcup-Punkteränge laufen. “Sie machen einen guten Eindruck”, versicherte Gandler vor dem Start in den Winter mit der WM in Lahti im Februar als Höhepunkt. Wohl erst nach dem Jahreswechsel wird Luis Stadlober zurückkehren, er hat nach zwei Knieoperationen noch Aufholbedarf.

Seine Schwester Teresa dagegen möchte spätestens bei der Tour de Ski wieder glänzen. Die 23-Jährige wurde beim abschließenden Trainingslager allerdings von einer Verkühlung gebremst. “Leider war ich in Finnland etwas erkältet und musste ein paar Tage pausieren. Mein Ziel für heuer ist es, mehr Wettkämpfe zu absolvieren und daher werde ich versuchen, über die ersten Rennen in Form zu kommen”, sagte die Vorjahres-Elfte der Tour.

Einen Schub für die gesamte nordische ÖSV-Struktur soll der im Sommer als Langlauf-Koordinator geholte Trond Nystad bringen. Der langjährige Cheftrainer der Norweger ist gerade dabei, im Verband bis hinunter zu den Vereinen eine andere Trainingslehre zu etablieren. “Wir haben einiges geändert, zum Beispiel in der Intensitätsstruktur. Die Philosophie war bisher zu sehr nach deutschem Leitfaden, zu viel Tempobolzerei, da gibt es jetzt ein Umdenken”, erläuterte Gandler.

Kurzfristige Wunder erwarte er sich aber keine, die Handschrift von Nystad werde hoffentlich bis zur Heim-WM 2019 sichtbar. “Wir sind auf einem guten Weg, aber wir brauchen Geduld”, so Gandler.

In dieser Saison werden mehr denn je alle Augen auf die Norweger gerichtet sein. Denn das in den vergangenen Jahren besonders dominante Norsker-Team ist wegen der Dopingvergehen seiner Seriensieger Martin Johnsrud Sundby (rückwirkend 2 Monate gesperrt) und Therese Johaug (derzeit suspendiert) in Erklärungsnot geraten. Norwegens Rekordweltmeister Petter Northug lässt die ersten beiden Rennen aus.

(APA)

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