30 Millionen Euro für Lärmschutz an der A10

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Die Einhausung in Zederhaus ist 2017 eröffnet worden.
Die Einhausung in Zederhaus ist 2017 eröffnet worden. - © FMT-Pictures/FM
Insgesamt 45 Projekte zum Schutz von Menschen und Umwelt hatte die Asfinag an der A10 in Salzburg und Kärnten geplant. Jetzt sind die letzten Verhandlungsrunden abgeschlossen und auch die übrigen fünf Projekte beschlossen. Insgesamt werden nochmals 30 Millionen Euro von der Asfinag investiert.

Seit knapp 15 Jahren setzt die Asfinag an der Tauernstrecke zwischen Hüttau (Salzburg) und Lieserhofen (Kärnten) bereits Lärmschutzbauten um. Anlässlich des damals noch in der Zukunft liegenden zweiröhrigen Ausbaus von Tauern- und Katschbergtunnel, war man 2004 von einem starken Verkehrsanstieg an der A10 ausgegangen. Nach der letzten Verhandlungsrunde sind nun auch die letzten fünf von insgesamt 45 Projekten zum Schutz von Menschen und Umwelt auf Schiene.

Einigung mit den Gemeinden und Ländern

Alle Details und Dimensionen der noch ausständigen Lärmschutzwände sind fixiert: Die Asfinag, die elf betroffenen Anrainer-Gemeinden (Hüttau, Eben, Altenmarkt, Flachau, Zederhaus, St. Michael/Lungau., Rennweg, Krems, Gmünd, Trebesing, Seeboden) und Vertreter der Länder Salzburg und Kärnten haben sich geeinigt.

Die neuen gebogenen Lärmschutzwände sparen Geld und sind laut Asfinag genauso effektiv. Foto: ASFINAG Die neuen gebogenen Lärmschutzwände sparen Geld und sind laut Asfinag genauso effektiv. Foto: ASFINAG ©

„Seit 2004 haben alle Vereinbarungen gehalten. Wir haben viele Kontroversen geführt, aber im Dialog immer optimale Ergebnisse für beide Seiten erzielt“, sagt Rainer Kienreich, Geschäftsführer der Asfinag Service GmbH, „für die Folgejahre sind jetzt alle Lärmschutz-Projekte für die Salzburger und Kärntner A 10 auf Schiene, die Asfinag investiert hier noch insgesamt 30 Millionen Euro“.

Das finale Paket im Detail

Die Bauarbeiten bei Flachau/Reitdorf und beim Knoten Ennstal/Altenmarkt laufen, 2018 sind auch die Wände an der Richtungsfahrbahn Salzburg fertig. Die Arbeiten bei Gritschbühel und Sonnberg/Krottendorf nahe Zederhaus laufen von 2018 bis 2019, der Abschnitt Flachau/Gindlhof bekommt 2019 eine Schutzwand. Das wird insgesamt 26 Millionen Euro kosten.

Kärnten: Der Abschnitt Talübergang Kremsbrücke wird 2019 mit einer Wand ausgestattet, Gmünd erhält noch bis 2022 zwei neue Wände. Hier werden fünf Millionen Euro investiert.

2004: Deutlicher Verkehrsanstieg vorausgesagt

Anlässlich des geplanten Ausbaus von Tauern- und Katschbergtunnel sagten Prognosen deutlich mehr Verkehr an der Tauernstrecke in Salzburg und Kärnten voraus. Im Jahr 2004 haben sich Asfinag, Bund, Länder und Gemeinden zwischen Hüttau und Lieserhofen daher auf eine Reihe kommender Lärmschutzprojekte geeinigt.

Die Zunahme des Verkehrs blieb allerdings unter den Erwartungen und die technischen Standards bei Lärmschutz-Materialien entwickelten sich rasant. So konnte man dank neuartiger, gekrümmter Wände auf mehrere sogenannte „Leichteinhausungen” verzichten, das gesteckte Ziel für Lärmschutz dennoch klar erreichen.

Gesamtinvestitionen: 230 Millionen Euro

Zu den größten Bauten im alpinen Bereich zählen neben vielen Wänden etwa die Einhausungen für Trebesing, St. Michael im Lungau (Oberweißburg), Zederhaus, Flachau und Eben. Die Gesamtinvestitionen auf einer Streckenlänge von 90 Kilometern betragen für beide Bundesländer bis zur Fertigstellung sämtlicher Projekte in Summe 230 Millionen Euro.

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