Betrunkener wollte in Salzburg offenbar Auto rauben: Bedingte Haft

Das Urteil ist bereits rechtskräftig.
Das Urteil ist bereits rechtskräftig. - © APA/Barbara Gindl/Archiv
Ein 30-Jähriger, der im April 2015 offenbar eine Geländelimousine in der Stadt Salzburg rauben wollte, ist am Mittwoch bei einem fortgesetzten Prozess zu acht Monaten bedingter Haft verurteilt worden. Er soll dem 76-jährigen Lenker im Vollrausch einen Faustschlag ins Gesicht verpasst und ihn gewürgt haben. Der Angeklagte sagte, er habe sich wegen des Alkoholkonsums an nichts mehr erinnern können.


Das Urteil nach Paragraf 287 Strafgesetzbuch – “Begehung einer mit Strafe bedrohten Handlung im Zustand voller Berauschung” – ist bereits rechtskräftig, wie die Sprecherin des Landesgerichtes Salzburg, Martina Pfarrkirchner, gegenüber der APA erklärte.

30-Jähriger geht auf Polizisten los

Zur Vorgeschichte: Der 76-jährige Besitzer des SUV war mit seiner Ehefrau am 19. April gegen 22.30 Uhr nach Hause gekommen. Die Frau stieg im Innenhof in der Wolf-Dietrich-Straße aus, um das Einfahrtstor zu schließen, während der Akademiker seinen BMW X6 im Rückwärtsgang einparkte. “Da stellte sich ein Herr neben mein Auto. Sein Gesichtsausdruck war aggressiv. Er riss die Fahrertüre auf und sagte: ‘Ich will dein Auto’. Ich habe das natürlich abgelehnt”, erklärte der gebürtige Kärntner am ersten Prozesstag am 25. August 2015.

Anschließend sei der unbekannte Mann handgreiflich geworden, schilderte der 76-Jährige. “Ich hatte Angst. Er war mir durch sein Alter und seine Kraft vermutlich körperlich überlegen.” Dennoch sei es ihm gelungen, weitere Faustschläge mit dem Arm abzuwehren. Seine Ehefrau alarmierte die Polizei. Der Täter wehrte sich zunächst gegen die Festnahme. Er hat zudem laut Anklage einer Beamtin mit dem Tode gedroht und ihren Kollegen am Körper verletzt.

Keine Erinnerung wegen Vollrausches

Der Verteidiger des Hilfsarbeiters bestritt den Tatvorwurf nicht, räumte aber ein, dass sein Mandant die Handlungen “im Zustand einer vollen Berauschung” gesetzt habe. Der Beschuldigte habe sich bereits bei dem Autofahrer und auch bei den Polizisten entschuldigt und das geforderte Schmerzensgeld in Höhe von 310 Euro bezahlt. Der 30-Jährige erzählte selbst, er habe zuvor einige Bier und über zehn Schnäpse getrunken. Er könne sich an den Vorfall nicht erinnern, er sei erst in der Zelle der Polizeiinspektion Rathaus wieder zu sich gekommen. “Es ist mir damals wegen der Trennung von meiner Freundin schlecht gegangen.”

(APA)

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