Über 100 Autos aufgeknackt: Vier Schuldsprüche in Salzburg

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Die Autoknacker waren vor allem in der Stadt Salzburg unterwegs. (Symbolbild)
Die Autoknacker waren vor allem in der Stadt Salzburg unterwegs. (Symbolbild) - © APA/Helmuth Fohringer
Vier Männer haben sich am Donnerstag bei einem Prozess am Landesgericht Salzburg wegen 100 Autoeinbrüchen verantworten müssen. Der Staatsanwalt warf ihnen insgesamt 106 Taten in unterschiedlicher Beteiligung vor, wobei sechs Fakten Einbrüche in Keller, einen Container und einen Imbisstand betreffen. Teilweise sind die vorgeworfenen Taten beim Versuch geblieben. Gegen alle Vier sind am Abend Schuldsprüche ergangen.

Der 24-jährige Erstangeklagte erhielt eine unbedingte Freiheitsstrafe von 3,5 Jahren, der 16-jährige Zweitangeklagte sechs Monate bedingt. Der 23-jährige Drittangeklagte bekam zwölf Monate bedingt plus eine 720 Euro hohe, unbedingte Geldstrafe. Der 29-jährige Viertangeklagte kassierte zwölf Monate unbedingt. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig. Die Beschuldigten nahmen Bedenkzeit. Bei zwei Angeklagten wurden bedingte Haftstrafen aus anderen Verfahren widerrufen.

141 Opfer und Privatbeteiligte geladen

Das Quartett hat die schweren gewerbsmäßigen Einbruchsdiebstähle laut Staatsanwalt Marcus Neher zwischen Oktober 2017 und März 2018 verübt. Die Angeklagten im Alter von 24, 16, 23 und 29 Jahren zeigten sich großteils geständig. Es handelt sich um drei Österreicher und einen Serben. Aus den geparkten Autos wurden vor allem herumliegende Gegenstände gestohlen – Zigaretten und Laptops, aber auch Bargeld und Lautsprecher. Um zu dem Diebesgut zu kommen, schlugen die Täter meist die Seitenscheiben ein.

Zu dem Prozess wurden 141 Opfer und Privatbeteiligte geladen, wie Richterin Bettina Maxones-Kurkowski erklärte. Im Gerichtssaal fanden sich am Donnerstag auch rund zwei Dutzend Opfer ein. Ein Betroffener schilderte, es sei aus seinem Wagen eine Tasche mit 600 Euro Wechselgeld und ein Tablet-PC gestohlen worden. Besonders schmerzhaft sei, dass auch die Speicherkarte aus dem Tablet weg sei, “wo die Bilder meiner Tochter darauf sind, die krieg ich nie wieder”. Den Schaden am Auto bezifferte er mit 880 Euro, der Gesamtschaden betrage 1.760 Euro.

Drei Beschuldigte einschlägig vorbestraft

Der 24-jährige Erstangeklagte befindet sich derzeit in Strafhaft. Er soll die meisten der angeklagten Fakten begangen haben, offenbar um sich seine Drogenabhängigkeit zu finanzieren. Als Komplize diente ihm der Anklage zufolge vor allem der 16-jährige Zweitangeklagte. Der 29-jährige Viertangeklagte, er ist der Bruder des Erstangeklagten, soll nur bei einem Container-Einbruch dabei gewesen sein. Drei Beschuldigte sind einschlägig vorbestraft.

(APA)

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