Der Grund für die Störung ist ein Schaden beim Schwerölkessel im HKW Mitte. - © FMT-Pictures/M.W.
Je weiter entfernt der Anschluss an einem Strang von der Erzeugungseinheit liege, desto stärker sei die Wärmeversorgung eingeschränkt, erläuterte Jager. Er appelliert an alle Kunden, möglichst sparsam mit Warmwasser und Wärme umzugehen. Insgesamt gibt es rund 30.000 Fernwärmekunden in der Stadt Salzburg, wo am Samstagvormittag Temperaturen von minus 15 Grad herrschten.
Der Grund für die Störung ist ein Schaden beim Schwerölkessel im HKW Mitte. Dort kam es gegen 2.40 Uhr zu einem Lagerschaden bei einem Lüfter. Dadurch fiel der Kessel aus und verursachte eine Störung beim Umformer, die wiederum durch eine entstehende Überenergie das Abschalten der Gasturbine im Heizkraftwerk bewirkte. Die Techniker der Salzburg AG arbeiteten auf Hochdruck an der Behebung des Schadens im HKW Mitte. Wie lange der Ausfall dauert, ließe sich derzeit nicht sagen, meinte Jager. Die Störung habe jedenfalls Einfluss auf das gesamte Fernwärmesystem in der Stadt Salzburg.
Unter anderem gibt es im Unfallkrankenhaus Salzburg derzeit keine Wärmeversorgung, bestätigte der Verwaltungsdirektor des Spitals, Herbert Koutny, im Gespräch mit der APA: “Die Patienten merken davon derzeit aber nichts.” Im Krankenhaus nütze man die noch vorhandene Restwärme in den Leitungen, die noch bei etwa 45 Grad Celsius liege. Man habe alles abgedichtet und spare beim Wasserverbrauch. “In den nächsten Stunden kommen wir noch gut aus. Wir werden den Tag unbeschadet überstehen”, meinte Koutny. Schwierig werde es erst, wenn die Störung länger andauere. Aber auch für diesen Fall gebe es ein Notfallprogramm im Krankenhaus. (APA)