Das Reh war völlig erschöpft, als es gefunden wurde. - © Tierrettung Salzburg
Am Mittwoch rief eine Dame aus Gnigl die Tierrettung, nachdem sie ein junges Reh vor ihrer Haustüre völlig erschöpft aufgefunden hatte. „Es zeigte keinerlei Angst vor der Tierfreundin, als diese sich vorsichtig näherte. Unser Tierretter fuhr natürlich sofort hin, da bei dem Wetter eine gefährliche Unterkühlung drohte. Das Reh war den Spuren im Schnee zu Folge über den Zaun in den Garten der Dame gesprungen“ berichtet Susanne Hemetsberger, Geschäftsführerin des Österreichischen Tierschutzvereins.
Bei dem Tier angekommen, konnte der Tierretter keine schlimmen Verletzungen oder Knochenbrüche feststellen. „Das Tier hatte allerdings einen schweren Schock und war bereits unterkühlt. Bei genauerer Untersuchung wurde festgestellt, dass das Reh angebunden gewesen sein muss, da sich am oberen Halsbereich eindeutige Spuren eines Srickes oder Halsbandes fanden, von dem sich das Tier qual- und mühevoll befreit haben muss.
Die genaueren Umstände konnten bisher nicht rekonstruiert werden“, so Hemetsberger abschließend. Das Reh erholt sich derzeit auf dem “Franz von Assisi-Hof“ des Österreichischen Tierschutzvereins. Ob es wieder ausgewildert werden kann, steht bis dato nicht fest, weil es vermutlich bereits an Menschen gewöhnt ist.