„Gaisberg-Trail kommt!“

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Gaisbergkoordinator Winfrid Herbst und Sport-Ressortchef Vizebürgermeister Bernhard Auinger mit Joe Braschel und Klemens Kronsteiner vom Sportreferat der Stadt zum Lokalaugenschein beim Startpunkt des Gaisberg-Trails.
Gaisbergkoordinator Winfrid Herbst und Sport-Ressortchef Vizebürgermeister Bernhard Auinger mit Joe Braschel und Klemens Kronsteiner vom Sportreferat der Stadt zum Lokalaugenschein beim Startpunkt des Gaisberg-Trails. - © Stadt Salzburg / Nico Zuparic
Der Gaisberg ist der Salzburger Hausberg und ein ganzjähriges Erholungsgebiet vieler Salzburger. In den letzten Jahren gewann er an Anziehungskraft und jetzt sind die Pläne für eine weitere Attraktion fertig. Für die rund 30.000 Mountainbiker im Zentralraum entsteht ein „Single Trail“ entlang der „alten Schipiste“ am Gaisberg.


„Schon bisher erfreut sich der Gaisberg bei den Menschen dieser Stadt hoher Beliebtheit und mit dieser einzigartigen Mountainbike-Strecke wird er für die vielen Radsportfans noch attraktiver und wir lösen damit auch ein paar Interessenskonflikte“, meinte der sportliche Vizebürgermeister Bernhard Auinger bei einem Lokalaugenschein auf dem Gaisberg am Freitag 13. April 2018. Mit Winfrid Herbst, dem Gaisberg-Beauftragten der Stadt, arbeitet Auinger, der selbst oft seine Freizeit auf dem Berg verbringt, intensiv an der Umsetzung dieser Strecke. Aktuell ist offiziell eine Abfahrt für die Radsport-Fans nur auf der asphaltierten Straße erlaubt. Viele Radfahrerinnen und Radfahrer halten sich aber nicht immer an diese rechtliche Vorgabe und so kam dem dynamischen Duo die Idee des „Gaisberg-Trails“. Dieser soll mit verschiedenen Elementen und Einbauten begeistern und so den „Wildwuchs“ an eigenen Strecken unterbinden.

Gaisberg: Die Strecke im Detail

Sie wird angelegt als „Single-Trail“ (= ein Pfad, der so schmal ist, dass man dort nicht nebeneinander fahren kann) und professionell geplant von der Firma „Alpreif“. Sie schmiegt sich gut in die natürliche Umgebung des Berges ein und die geplanten Eingriffe in die Natur halten sich in Grenzen und sind äußerst schonend geplant. Die Stadt investiert rund 40.000 Euro in diesen Trail, der Rest wird über private Sponsoren aufgebracht und das Land Salzburg gab schon sehr konkrete Signale für eine Co-Finanzierung. Die Strecke ist ein sogenannter Flow-Trail (Info: Ein Flowtrail ist eine Mountainbike-Strecke auf der ein flüssiges bzw. fließendes Engl. flow) und erlaubt das Befahren nur mit dem Mountainbike. Die Bauweise mit Kurvenaußenranderhöhungen (Anlieger) und Wellen erzeugt ein Achterbahngefühl. Je nach Leistungsfähigkeit der jeweiligen Fahrerin oder des jeweiligen Fahrers, kann der Trail durchwegs mit relativ gleichbleibender hoher Geschwindigkeit von Jung und Alt durchfahren werden und erlaubt so ein einzigartiges Bike-Feeling. Der geplante „Einstieg“ startet in der Nähe der Gaisbergspitze und führt entlang der alten Schipiste zum Parkplatz bei der Gersberg Alm. Die Länge beträgt rund 4,2 km. Für die etwas fauleren Mountain-Bikerinnen und -Biker wird die Firma Albus zusätzlich zum normalen Gaisberg-Bus einen besonderen Service anbieten: Mit einem Radanhänger kann man sein Fahrrad – ähnlich wie bei einem Schilift – mehrfach pro Tag auf den Hausberg bringen lassen und so die Abfahrt öfters genießen.

Das wird die Mountainbike-Route vom Gaisberg: Ein Single-Trail von der Gaisbergspitze auf 4,2 Kilometern bis zur Gersbergalm./Stadt Salzburg Das wird die Mountainbike-Route vom Gaisberg: Ein Single-Trail von der Gaisbergspitze auf 4,2 Kilometern bis zur Gersbergalm./Stadt Salzburg ©

So geht es weiter

Am Mittwoch (11. April) präsentierte Vizebürgermeister Auinger die Pläne für die Strecke der Gaisberg-Community (Gastwirte, Naturfreunde, Landwirte und Radsport-Begeisterte). Die Rückmeldungen bei dieser „Anrainer-Versammlung“ waren durchwegs positiv. Besonders lobte man den damit erhofften Lenkungseffekt, dass die Mountainbikerinnen und Mountainbiker in Zukunft nur mehr die legale Abfahrt nutzen und so die Strecke zum Schutz von Umwelt und Natur beiträgt.

Ab Ende April werden die fertigen Unterlagen das notwendige Genehmigungsverfahren für die Strecke bei der Bezirkshauptmannschaft Flachgau eingereicht, weil es ein bezirksübergreifendes Projekt ist. Hier hofft das dynamische Gaisberg-Duo auf ein rasches Verfahren, damit im Spätsommer mit dem Bau begonnen werden kann. Es ist eine Bauzeit von rund drei Monaten veranschlagt. Im weiteren Zeitplan ist ein Testbetrieb ab Frühherbst geplant. Mit Beginn der Radsaison 2019 soll dann der Trail seinen Vollbetrieb aufnehmen.

Mit dem Albus rauf, mit dem Mountainbike über den Gaisberg-Trail runter: Das wird die neue Attraktion auf Salzburgs Hausberg.Stadt Salzburg / Nico Zuparic Mit dem Albus rauf, mit dem Mountainbike über den Gaisberg-Trail runter: Das wird die neue Attraktion auf Salzburgs Hausberg.Stadt Salzburg / Nico Zuparic ©

Es braucht Regeln zur Sicherheit

Die zukünftige Nutzung unterliegt gewissen Regeln. Es wird zeitliche Vorgaben, dabei spielt das Tageslicht eine wichtige Rolle, in Absprache mit der Jäger*innenschaft geben, denn Sicherheit und möglichste schonende Nutzung der Ressourcen von Natur und Tierbestand stehen im Vordergrund. Im Vorfeld ist auch eine Bergeübung mit Bergrettungsdienst und den Blaulichtorganisationen geplant. Durch die smarte Streckenführung wird mitunter ein gefährlicher „Begegnungsverkehr“ zwischen Radler*innen und den Wanderern entflochten und die Grundbesitzer entlastet. „Die neue offizielle Route soll Mountainbikern die Gelegenheit bieten, ihren Sport legal auszuüben und so unseren Hausberg weiter attraktiver machen“ freut sich Bernhard Auinger, der den Trail im Frühling 2019 selbst testen möchte.

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