NR-Wahl: Salzburger Ex-FPÖ-Chef Karl Schnell will antreten

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Ob Karl Schnell seine Liste als Spitzenkandidat anführen wird, hielt er sich am Freitag offen (Archivbild).
Ob Karl Schnell seine Liste als Spitzenkandidat anführen wird, hielt er sich am Freitag offen (Archivbild). - © APA/Neumayr
Der 2015 aus der FPÖ ausgeschlossene Salzburger Ex-Landesparteichef Karl Schnell will bei der Nationalratswahl am 15. Oktober mit einer eigenen Liste antreten.

Wie die “Presse Online” am Freitag berichtete, habe er die drei dafür notwendigen Parlamentarier-Unterschriften zusammen. Schnells Partei, die “Freie Partei Salzburg”, soll bei den Parlamentswahlen als “Freie Partei Österreich” reüssieren.

“Bevölkerung hat von der Politik die Schnauze voll”

Das Antreten sichern Schnell dabei die Unterschriften der 2015 ebenfalls aus der FPÖ ausgeschlossenen Salzburger Abgeordneten Ruppert Doppler und Gerhard Schmid und die des Team-Stronach-Mandatars Christoph Hagen. Der 63-jährige Schnell bestätigte im APA-Gespräch die Kandidatur. “Die Bevölkerung hat von der Politik die Schnauze bis zur Nase voll.”

Antreten mit “Freien Partei Österreichs” keine neue Idee

Die Menschen würden merken, dass es nur mehr um Machtverteilung gehe. “Die Leute haben bei keiner Partei mehr das Gefühl, dass die etwas verändern wollen, auch nicht bei den Grünen und den NEOS.” Das Antreten mit einer “Freien Partei Österreich” sei dabei keineswegs eine neue Idee. Er habe aber vergeblich gehofft, dass der Nationalrat erst nach den Salzburger Landtagswahlen im Frühjahr 2018 gewählt wird.

Karl Schnell als Spitzenkandidat?

“Wir haben wenig Zeit und kein Geld”, räumte Schnell – im Zivilleben Allgemeinmediziner in Saalbach (Pinzgau) – im APA-Gespräch ein. “Aber wir haben engagierte Leute.” Ob er seine Liste als Spitzenkandidat anführen werde, hielt er sich am Freitag offen. “Das ist noch nicht sicher. Aber mein Sohn steigt im September in meine Arztpraxis ein. Da werde ich freigespielt.” Er wolle auch die Erwartungen und Chancen der “Freien Partei Österreich” nicht in den Himmel schrauben. “Aber wir werden gut abschneiden. Die Leute wollen eine Alternative”, zeigte sich Schnell überzeugt.

(APA)

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