Stadt-SPÖ: Schärferes Vorgehen gegen Wettbüros in Salzburg

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Gesetze gegen Wettbüros soll verschärft werden.
Gesetze gegen Wettbüros soll verschärft werden. - © Bilderbox
Die SPÖ in der Stadt Salzburg fordert das Land auf, die Gesetze gegen Wettbüros zu verschärfen. “Wettbüros schießen derzeit wie Schwammerl aus dem Boden. Es gibt zu viele, wir wollen sie weg. Wetten wird immer stärker zu einem sozialen Problem. Im Umkreis von 800 Metern zu Schulen und Kindergärten sollen Wettbüros darum verboten werden”, sagte am Freitag Vizebürgermeistern Anja Hagenauer (SPÖ).

Während das Veranstaltungsgesetz, das Landes-Sicherheitsgesetz oder das Glücksspielgesetz des Bundes in Salzburg Abstandsregelungen bei Spielhallen (500 Meter) und Bordellen (300 Meter) beinhalten, sei das bei Wettlokalen nicht der Fall. “Wir fordern den Mindestabstand auch zwischen einzelnen Wettbüros und stärkere regelmäßige Kontrollen. Wenn etwa Jugendschutzbestimmungen verletzt werden, soll das zum dauerhaften Verlust der Bewilligung führen.”

Rund 30 Wettbüros in Stadt Salzburg

Hagenauer zufolge gibt es in der Stadt Salzburg momentan rund 30 Wettbüros – Tendenz steigend. “In den Jahren 2012 bis 2014 wurden von der Landesregierung fünf neue Wettbüros und acht Filialbetriebe genehmigt”, sagte sie. Viele davon befinden sich in unmittelbarer Nähe zu Kindergärten und Schulen. “Wenn etwas als ganz normal im Stadtbild empfunden wird, haben Kinder später auch weniger Hemmungen, selbst einmal ins Wettbüro zu gehen.”

800-Meter-Regelung gleicht Verbot

De facto käme eine 800-Meter-Regelung aber wohl einem Verbot in Salzburg gleich. “Das stört mich nicht. Und es kostet uns viel mehr, spielsüchtige Menschen zu behandeln, als was wir durch die Wettlokale an Steuern einnehmen”, sagte Hagenauer. In den vergangenen zwei Jahren sei die Zahl der Patienten, die wegen (Sport)-Wetten in der Spielsuchtambulanz der Universitätsklinik behandelt werden, von 37 auf 58 Prozent gestiegen. Ein weiteres Folgeproblem: Vor allem spielende Väter würden ihre Familien finanziell oft schwer belasten.

Wettgesetz: Zwangsweise Nachschau in Wettbüros

Aus dem Büro der für Gewerbe zuständigen LHStv. Astrid Rössler (Grüne) hieß es am Freitag, dass eine Novelle des “Gesetzes über die Tätigkeit der Buchmacher und Totalisateure” derzeit in Arbeit sei. “Es wird in Zukunft Wettgesetz heißen und sieht etwa die zwangsweise Nachschau in Wettbüros vor, damit dort nicht illegales Glücksspiel betrieben wird. Auch die Forderung nach einem dauerhaften Bewilligungsverlust bei Verstößen ist enthalten”, so ein Sprecher zur APA. Die Einrichtung von 800-Meter-Schutzzonen um Kindergärten oder Schulen und Abstände zwischen einzelnen Wettbüros müssten allerdings noch geprüft werden. “Möglicherweise liegen hier verfassungsrechtliche Bedenken vor.”

(APA)

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