17. Februar 2012 12:11; Akt.: 17.02.2012 12:13

Teil zwei der „Wanderhure“ in Salzburg präsentiert

Hauptdarstellerin Alexandra Neldel präsentierte mit ihren Kollegen am Donnerstag den zweiten Teil der "Wanderhure" in Salzburg. Hauptdarstellerin Alexandra Neldel präsentierte mit ihren Kollegen am Donnerstag den zweiten Teil der "Wanderhure" in Salzburg. - © APA
Im “Das Kino” in der Stadt Salzburg präsentierten die Darsteller Alexandra Neldel, Julian Weigend & Co am Donnerstag erstmals „Die Rache der Wanderhure“.
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SALZBURG24.at

Nach dem Millionenerfolg (1,1 Millionen, 34 Prozent MA) der Verfilmung des Iny-Lorentz-Bestsellers “Die Wanderhure” im Jahr 2010 kehrt Alexandra Neldel nun als Marie zurück. In “Die Rache der Wanderhure”, dem zweiten Teil der “Wanderhuren”-Saga, wird Marie erneut auf die Probe gestellt und kämpft gegen Gier, Hass und Verrat. Die ORF/Sat.1-Koproduktion “Die Rache der Wanderhure” – zu sehen als ORF-Premiere am Dienstag, dem 28. Februar, basiert auf dem Iny-Lorentz-Bestseller “Die Kastellanin”. Vom 23. August bis 15. Oktober 2011 inszenierte Regisseur Hansjörg Thurn den zweiten Teil der “Wanderhuren”-Saga. In den Hauptrollen standen Alexandra Neldel, Götz Otto, Esther Schweins sowie die Österreicher Julian Weigend und Johannes Krisch vor der Kamera.

Wanderhure „kein Ritterspektakel“

In weiteren Rollen sind Cornelius Obonya, Hary Prinz, Mercedes Echerer, Helmut Berger u. v. m. zu sehen. In “Das Kino” in Salzburg präsentierten die Darsteller Alexandra Neldel, Julian Weigend, Hary Prinz, Mercedes Echerer und Fritz Egger sowie Regisseur Hansjörg Thurn – in Anwesenheit von Landeshauptfrau Gabi Burgstaller, Landtagsabgeordneten Florian Kreibich, ORF-Fernsehfilmchef Heinrich Mis, den Produzenten Josef Aichholzer, Andreas Bareiss und Sven Burgemeister am Donnerstag erstmals den Film. Heinrich Mis: “‘Die Rache der Wanderhure’ ist kein Ritterspektakel mit einer starken Frauenfigur in der Mitte. Es ist wesentlich mehr. Wenn man sich dieser Geschichte hingibt, erhält man einen wichtigen Mehrwert. Es werden Glaube und Konfession benutzt, Kriege zu führen, Menschen zu entwürdigen, in Knechtschaft zu zwingen und umzubringen. Trotzdem ist der Film nicht von gestern.”

Alexandra Neldel lernt für „Wanderhure“ Schwertkämpfen

“Das Besondere an einem Film, der im Mittelalter spielt, ist die pure und unverfälschte Leidenschaft der Menschen”, sagt Hauptdarstellerin Alexandra Neldel. Über die Weiterentwicklung ihrer Figur meint sie weiter: “Marie hat mehr Lebenserfahrung und ist jetzt Mutter. Sie trägt nicht mehr nur Verantwortung für sich selbst, sondern auch für ihre Tochter Trudi und ihren Mann.”

Für die aufwendigen Dreharbeiten musste Alexandra Neldel sich auch körperlich vorbereiten – sie musste Reiten und mit einem Schwert kämpfen: “In erster Linie ist alles eine Frage des perfekten Timings. Daher haben wir schon sehr früh mit dem Training angefangen – und dann hieß es nur noch üben, üben, üben.” Doch ein Hoppla bleibt ihr in Erinnerung: “Wir haben versucht, an unsere Grenzen zu gehen. Ich bin im Training auch mal vom Pferd gefallen, aber mir wurde gesagt, das gehört dazu.” Außerdem gab es eine weitere Premiere für Neldel: “Ich singe erstmals im Film, und das war mir schon unangenehm. Am liebsten hätte ich alle Komparsen nach Hause geschickt, aber das ging ja nicht.”

Totgeglaubt kehrt Rupertus alias Julian Weigend ins Leben von Marie zurück. Als Großinquisitor des Papstes versucht er mit aller Gewalt, Marie an sich zu binden. Um nicht erkannt zu werden und seine Wunden zu verdecken, trägt er eine Maske – auch für die Dreharbeiten eine Herausforderung. Julian Weigend: “Mit einer Maske zu spielen war durchaus ein bisserl mühsam, weil man natürlich sehr gehandicapt ist. Die Figur zu transportieren, wo die Mimik aufgrund der Maske völlig wegfällt, das ist durchaus schwierig. Da muss man versuchen, die Emotionen mit dem zu transportieren, was noch zur Verfügung steht. Bei mir waren Augen und Kinnpartie sehr wichtig.” Rund dreieinhalb Stunden saß Julian Weigend in der Maske, wo ihm perfekte Narben ins Gesicht geschminkt wurden – ein Aufwand, den er für diese Rolle gerne auf sich genommen hat. “Der Reiz dieser Rolle ist sehr groß gewesen – wo bitte kann man sonst so eine Rolle spielen?” Und Julian Weigend weiter: “Einen Bösen zu spielen macht definitiv Spaß, weil sich da Abgründe auftun, die man im ‘normalen’ Leben so nicht kennt.”

Heereslager in Salzburg – Zelte und Schlamm

Gedreht wurde in Tschechien, in der Umgebung von Prag, in den mittelalterlichen Burgen Kokorin, Tocnik und Krivoklát mit rund 80 tschechischen Komparsen. Das Heereslager wurde in der Nähe von Fuschl am See in Salzburg aufgebaut. Regisseur Hansjörg Thurn ließ 40 Zelte aufstellen – 2.000 Zelte wurden digital ergänzt. Währen der Dreharbeiten in Salzburg schüttete es tagelang und das gesamte Lager versank in 30 Zentimeter tiefem Schlamm.

Für die aufwendigen Kostüme zeichnet die Österreicherin Monika Buttinger, die bereits beim Oscar-nominierten Film “Revanche” für die Kostüme zuständig war, verantwortlich. Isidor Wimmer, der österreichische Szenenbildner für Kino und Fernsehen, der für seine Arbeit an Stefan Ruzowitzkys Holocaust-Drama “Die Fälscher” 2007 für den Deutschen Filmpreis nominiert war, übernahm die Ausstattung. Und auch mit Maskenbildner Hasso von Hugo wurde ein absoluter Profi engagiert – er war unter anderem bei der Umberto-Eco-Verfilmung “Der Name der Rose” für die Maske zuständig. Ähnlich wie bei diesem Film wurden auch bei “Die Rache der Wanderhure” viele Liter Kunstblut verwendet.

„Wanderhure“ basiert auf Roman

Der zweite Teil der “Wanderhuren”-Saga “Die Rache der Wanderhure” basiert auf Motiven des Bestsellers “Die Kastellanin” von Iny Lorentz. Das Bestseller-Autorenpaar war von dem völlig neu entwickelten Drehbuch so begeistert, dass sie daraufhin einen eigenen Roman dazu schrieben.



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