Wertvolle Tipps zur Winterfütterung im eigenen Garten

Mit einem Futterhäuschen lockt man die heimische Vogelwelt in den eigenen Garten.
Mit einem Futterhäuschen lockt man die heimische Vogelwelt in den eigenen Garten. - © LMZ/Archiv
Seit Tagen hat uns der Winter fest im Griff. Viele Salzburger stellen in der kalten Jahreszeit Vogelfutterstellen in ihren Gärten auf. Wir informieren euch, worauf dabei zu achten ist.

“Grundsätzlich überleben zwar bei uns überwinternde Vogelarten als Wildtiere die kalte Jahreszeit auch ohne Fütterung”, informiert die Naturschutzabteilung des Landes Salzburg am Mittwoch in einer Aussendung. Bei geschlossener Schneedecke und Dauerfrost könne eine Fütterung einzelnen Individuen jedoch beim Überleben helfen, heißt es von Expertenseite weiter.

Heimische Vogelwelt im eigenen Garten kennenlernen

Zudem motiviert eine Futterstelle zum Kennenlernen der heimischen Vogelwelt: Je nach Angebot im Garten kann man Körnerfresser wie Grünling, Gimpel, Kernbeißer, Buch- und Bergfink usw., Weichfutterfresser wie Amsel, Rotkehlchen, Wacholderdrossel, Zaunkönig etc. und Gemischtköstler wie zum Beispiel verschiedene Meisenarten, Haus- und Feldsperling oder Buntspecht beobachten.

Falsche Vogelfütterung kann tödlich enden

Will man eine Mahlzeit für alle anbieten, so empfiehlt sich eine Mischung aus verschiedenen Körnern, Samen, Beeren, Flocken, Fett, ungesalzenen Nüssen, unbehandelten Rosinen, Getreideschrot, Äpfel, Meisenknödel, usw. Gesalzene Speisen (z.B. Speckschwarten), Essensreste, Brot, gebrauchtes Fett, Keks- oder Kuchenbrösel dürfen jedoch nicht verfüttert werden. Falsche Fütterung kann mitunter sogar tödlich enden, so die Experten der Naturschutzabteilung.

Fütterung nicht zu nah an Gefahrenherden

Finden sich mehrere Futterstellen im Garten, kommen auch konkurrenzschwächere Arten auf ihre Kosten. Die Fütterung sollte allerdings nicht zu nah an Gefahrenherden wie großen unmarkierten  Fensterflächen, (z.B. Wintergärten, Eckverglasungen) erfolgen. Vogelunfälle an den Glasscheiben sind sonst vorprogrammiert.

Alle Futterstellen müssen so beschaffen sein, dass das Futter trocken bleibt. Vögel sollen es nicht mit Kot verunreinigen, das heißt, sich nicht hineinsetzen können. Hat man jedoch ein derartiges Futterhaus, ist eine regelmäßige gründliche Reinigung mit heißem Wasser wichtig. Das gilt auch für Bodenfutterschalen. Immer wieder treten  seuchenartige Durchfallerkrankungen auf, die sonst von Vogel zu Vogel übertragen werden.

Natürliches Futter im Garten

Als Gartenbesitzer kann man noch mehr tun: Finden sich im Garten Früchte von Wildem Wein, Vogelbeere, Liguster, Efeu, Wildrosen, samenreiche Wildkräuter wie Brennnesseln, Karden, Nachtkerzen, Weidenröschen, etc. oder Fallobst, ist der Tisch zusätzlich auch auf natürliche Weise gedeckt. In stehengelassenen Stängeln von Wildkräutern und unter Laub überwintern Insekten und Spinnen, die als proteinreiche Zusatznahrung gefragt sind.

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