Starke Gewitter brachten 70.000 Blitze

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Zahlreiche Blitze gingen über Österreich nieder.
Zahlreiche Blitze gingen über Österreich nieder. - © neumayr.cc/Hölzl
Der Donnerstag war mit knapp 35 Grad der bislang heißeste Tag des Jahres, eine kräftige Kaltfront sorgte am Abend jedoch für ein turbulentes Ende. So kam es besonders im Südosten zu heftigen Gewittern mit Hagelschlag und Sturmböen. Nach Angaben des Wetterdienstes UBIMET gab es 70.000 Blitzentladungen, wobei in jedem Bundesland Blitze detektiert wurden.

Nach einem hochsommerlichen Tag mit viel Sonnenschein und Temperaturen von bis zu 34,6 Grad in Wolkersdorf und Hohenau gab es ab dem Nachmittag kräftige Gewitter. Landesweit wurden 68.397 Blitze detektiert, davon 39.604 in der Steiermark, 9.225 in Oberösterreich und 5.372 in Kärnten.

Stärkster Blitz in Kärnten gemessen

Blitzreichste Gemeinde war Birkfeld mit 1.590 Blitzen, gefolgt von Stanz im Mürztal mit 1.058 und Pöllau mit 996 Entladungen. Der stärkste Blitz mit einer Stromstärke von rund 214.000 Ampere wurde in der Gemeinde Greifenburg im Bezirk Spittal an der Drau in Kärnten registriert. Allein in der Steiermark gab es über 100 Feuerwehreinsätze. „Besonders betroffen waren die Bezirke Weiz und Hartberg-Fürstenfeld“, sagt Manfred Spatzierer, Chefmeteorologe bei UBIMET. „In Eichberg fielen innerhalb von wenigen Stunden rund 53 Liter pro Quadratmeter Regen“. Ähnliche Regenmengen gab es in Gleisdorf (Seiermark) mit 52 und in Kleinzicken (Burgenland) mit 50 Liter pro Quadratmeter.

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Sturmböen mit bis zu 76 km/h

Neben kleinräumigen Überschwemmungen kam es besonders im Großraum von Graz auch zu Hagelschlag. Weiters wurden in Innsbruck, Bad Radkersburg und Podersdorf Sturmböen von bis zu 76 km/h verzeichnet. Diese sorgten für umgestürzte Bäume wie etwa auch in der Gemeinde Gnas in der Südoststeiermark, wo ein voll besetztes Auto erfasst wurde.

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Kühles Wochenende, dann milder

Das Wochenende verläuft windig und kühl, die Temperaturen kommen dabei nicht über 13 bis 22 Grad hinaus. „Am Sonntag ziehen auch ein paar Regenschauer durch, Unwetter sind aber keine zu erwarten“, sagt Spatzierer. Auch zu Beginn der kommenden Woche liegt der Alpenraum noch unter dem Einfluss einer nördlichen Höhenströmung, in weiterer Folge macht sich aus Nordwesten aber ein Hochdruckgebiet bemerkbar. Die Temperaturen steigen somit Tag für Tag langsam an: „Ab Mitte der Woche zeichnen sich besonders im östlichen Flachland wieder sommerliche Temperaturen ab“, prognostiziert der Meteorologe.

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