Stefan Kraft im Interview: “Bei Olympia-Triumph könnte Tattoo folgen”

Stolz posiert Österreichs Skisprung-Ass mit der Kristallkugel und Edelmetall vor der Hochalm am Untersberg.
Stolz posiert Österreichs Skisprung-Ass mit der Kristallkugel und Edelmetall vor der Hochalm am Untersberg. - © SALZBURG24/Andonov
Der Salzburger Stefan Kraft war der Überflieger der vergangenen Skisprung-Saison. Bei seinem ersten Schneekontakt trafen wir den ÖSV-Adler auf der Hochalm am Untersberg und sprachen mit ihm über seine Familienplanung, seinem ersten Eigenheim mit Freundin Marisa und einem möglichen Tattoo bei einem Olympia-Triumph.




In jedem Wettkampf konnte der Schwarzacher (Pongau) vergangenes Jahr eine Medaille erspringen und trug sich als erster österreichischer Doppelweltmeister als Sieger auf der Normal- und Großschanze in die Geschichtsbücher ein.

In Sommerpause stand der Umzug am Programm

2014 ist Kraft eine Teilnahme an den olympischen Spielen in Sotschi verwehrt geblieben. “Das tat richtig weh”, gab der Pongauer im Gespräch mit SALZBURG24 zu. Kommenden Winter stehen die Olympischen Spiele in Pyeongchang auf der Agenda des Skispringers ganz oben. Seit Anfang Mai bereitet sich der 24 Jahre alte ÖSV-Adler auf das Saison-Highlight vor. Bevor die ersten Wettbewerbe anstehen, zeigte sich der Überflieger bei einer zünftigen Brettljause auf seinem “Hausberg” sehr gesprächig. Nach einer überragenden und anstrengenden Saison tankte der Skispringer mit seiner Freundin Marisa auf den Malediven seinen Energiespeicher wieder auf, ehe im Sommer der Umzug nach Oberalm über die Bühne ging.

Überflieger tankt im Whirlpool Kraft

Neben der Selbstständigkeit und die Nähe zum Sportzentrum Rif hat es ihm sein neuer Whirlpool auf der Terrasse mit Untersbergblick angetan. “Die Massagen sind überragend, außerdem kann ich dabei super abschalten”, sagte Kraft, dessen Liebe zu den Bergen keine Grenzen kennt: “Da genieße ich die Natur und komme mit Familie oder Freunden am besten zur Ruhe. Außerdem ist die Sicht auf Salzburg traumhaft.” Der Trubel und die Autogramm- und Selfiewünsche sind seit seinen Erfolgen immens gestiegen. Sogar in Kroatien, als er mit Freunden auf Urlaub war, oder auf den Malediven wird er erkannt und von den Fans angesprochen. “Früher konnte ich noch alleine in den Europark einkaufen gehen. Nun ist es etwas ungemütlich, da dir jeder zuschaut, was du in die Einkaufssackerl packst.”

Familien- und Hochzeitplanung nach hinten verschoben

Angesprochen auf Familien- und Hochzeitplanung winkte Kraft sofort ab. Gemeinsam zu wohnen sei schon eine große Herausforderung, über Kinder oder einer Hochzeit mache er sich derzeit noch keine Gedanken. “Sicherlich wird das irgendwann mal ein Thema, aber momentan haben wir es nach hinten gereiht”, sagte der 24-Jährige. Nach der Saison standen viele Termine an, doch der Überflieger ordnete alles der Vorbereitung unter. “Darum habe ich auch Termine abgesagt, wo man Geld verdienen könnte. Körperlich bin ich topfit und fühle mich bereit.”

Olympia steht für Kraft über allem

Mit dem Gesamtweltcup, Skiflug-Weltcup und der Krönung zum Doppelweltmeister hat der ÖSV-Adler alles abgeräumt. Sein Ziel hat Kraft für sich schon formuliert: “Ich möchte es schaffen, wieder ganz vorne zu sein. “Das war Vorgängern wie Peter Prevc und Kamil Stoch im darauffolgenden Winter nicht optimal gelungen. “Für mich steht Olympia ganz oben und über allem.” Den Weltcup sieht er allerdings nicht als Training und Vorbereitung für das Saisonende-Highlight. Vielmehr will er gleich von Beginn an vorne mitmischen. Mit Yoga und einem adaptiertem Fitnesstraining hat er da und dort neue Akzente gesetzt und verrät auch eine Änderung auf dem Materialsektor. “Aktuell springe ich mit dem vom ÖSV entwickelten Sprungschuh.” Manuel Fettner hatte vergangene Saison seine besten Resultate damit erzielt. Ob er ihn auch in den Wettkämpfen einsetzen wird, will er in den kommenden Wochen entscheiden.

Stefan Kraft hat eine Medaille bei den olympischen Spielen in Pyeongchang fest im Visier. /SALZBURG24/Andonov Stefan Kraft hat eine Medaille bei den olympischen Spielen in Pyeongchang fest im Blick. /SALZBURG24/Andonov ©

Bei Olympia-Triumph könnte Tattoo folgen

Auf seiner linken Schulter hat der Tattoo-Liebhaber bereits einen Adler unter der Haut verewigt. Auf Anfrage, ob er sich die fünf Olympischen Ringe bei einem Triumph tätowieren lassen will, zögerte der Wintersportler ein wenig, bis er zugab: “Wenn ich ein cooles Design finde, dann schon. Kombiniert mit allen Erfolgen könnte ich es mir schon vorstellen. Nur die olympischen Ringe alleine wäre mir zu fad.” Kurz nach der Saison wollte der Schwarzacher seinen linken Arm mit Maori-Mortiven weiter beschmücken. “Leider ist das wegen unserer engen Kleidung und der sportlichen Betätigung nur im April oder Mai möglich. Heuer ist es sich leider nicht ausgegangen.” Bleibt abzuwarten, ob wir nach der Saison die vier Ringe auf Krafts Körper bestaunen können. Wir halten dem sympatischen Pongauer auf jeden Fall die Daumen.

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