Stipendien für vier Nachwuchs-Forscherinnen

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Vier Nachwuchs-Forscherinnen erhalten am Dienstagabend in Wien die “For Women in Science”-Stipendien 2014. Die mit je 20.000 Euro dotierten Auszeichnungen gehen an die Medizinerin Ursula Azizi-Semrad, die Molekularbiologin Riem Gawish (beide Medizin-Uni Wien), die Kernphysikerin Verena Kleinrath (TU Wien) und die Molekularbiologin Ursula Schöberl (IMP).


Die Stipendien werden seit 2007 jährlich von der Österreich-Tochter eines französischen Kosmetikkonzerns (L’Oreal) in Kooperation mit der Österreichischen Unesco-Kommission und der Akademie der Wissenschaften (ÖAW) vergeben und vom Wissenschaftsministerium mitfinanziert. Die Auszeichnungen würdigen “herausragende Leistungen” und sollen Frauen “den oft schwierigen Start oder die Fortsetzung einer wissenschaftlichen Laufbahn erleichtern”. Ausgewählt wurden die Preisträgerinnen von einer Jury der ÖAW nach den Kriterien Exzellenz, Relevanz und Realisierbarkeit.

Ursula Azizi-Semrad (geboren am 4.10.1975 in Wien) ist derzeit Ärztin in Facharztausbildung an der Uni-Klinik für Strahlentherapie der Meduni Wien. Sie erforscht in ihrem Projekt die Wirkung von Vitamin D auf menschliche Abwehrzellen. Damit will sie den Einfluss des Vitamins auf gesunde und krankhafte Abläufe des körpereigenen Abwehrsystems verständlich machen.

Riem Gawish (geboren am 12.11.1983 in Wien) absolviert derzeit ihr Doktoratsstudium im Bereich Infektionsbiologie an der Medizinischen Universität Wien. Sie beschäftigt sich in ihrem geförderten Projekt mit der schwersten Form einer Infektion, der Sepsis. Diese ist kaum behandelbar und kann zu Organversagen und Tod führen. Über einen neuen Therapieansatz will Gawish Organschäden bei einer Sepsis verhindern.

Verena Kleinrath (geboren am 25.1.1986 in Wiener Neustadt, NÖ) absolviert ein Doktoratsstudium im Bereich Kernphysik am Atominstitut der Technischen Universität (TU) Wien und forscht auch am Los Alamos National Laboratory in New Mexico (USA). Ziel ihrer Arbeit ist langfristig eine fundamentale Beschreibung der Kernspaltung. Das von ihrer Arbeitsgruppe in Los Alamos entwickelte Messsystem erlaubt erstmals eine komplette dreidimensionale Rekonstruktion des Spaltprozesses.

Ursula Schöberl (geboren am 10.11,1981 in Neunkirchen, NÖ) arbeitet zurzeit als Postdoc am Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie (IMP) in Wien. Fremdstoffe in einem Organismus, sogenannte Antigene, sind extrem vielfältig und stammen etwa von Bakterien, Viren oder Allergenen. Entsprechend vielfältig müssen auch die Antikörper sein, mit denen das Immunsystem die Eindringlinge bekämpft. Schöberl will in ihrem Projekt aufklären, welche molekularen Vorgänge in B-Zellen des Immunsystems notwendig sind, um diese Vielfalt der Antikörper zu erreichen.

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