Testsprung aus 36 Kilometern Höhe. - © APA/RED BULL STRATOS/LUKE AIKINS
Da hatte das Wetter dem Projekt allerdings einen Strich durch die Rechnung gemacht. Geplant ist, dass der 43-Jährige mit einem Ballon auf 90.000 Fuß – rund 27.400 Meter – aufsteigen, um dort mit einem Fallschirm abzuspringen.
Die Vorbereitungen für den Sprung waren Dienstagvormittag europäischer Zeit erneut im Gang. Schon bereit stand die Kapsel, wie Red Bull Stratos via Twitter mitteilte. Auch der Salzburger bereitete sich erneut auf den zweiten bemannten Sprung vor. Dieser ist für die beginnende Morgendämmerung in Roswell – Nachmittag europäischer Zeit – angesetzt.
Was Baumgartner und seinem Team erneut einen Strich durch die Rechnung machen könnte, ist das Wetter: Denn Windgeschwindigkeiten von mehr als sechs km/h – also schon ein besseres Lüfterl – verhindern, dass der Heißluftballon starten kann, wie Red Bull mitteilte. Gegen 11.00 Uhr MESZ – 3.00 Uhr MTD (Mountain Daylight Time) – wehte der Wind laut Stratos-Homepage mit einer Geschwindigkeit von 12,9 km/h, also noch zu viel für den Aufstieg des Ballons.
Am Montag wiederum hatte ausgerechnet ein Gewitter das Vorhaben vereitelt – und das im eigentlich niederschlagsarmen US-Bundesstaat New Mexiko. Hat das Team auch heute wieder Pech mit dem Wetter, wird das Prozedere morgen wiederholt werden. Bis Donnerstag hat Red Bull die Airforce Base in Rosewell reserviert.
Bereits im März absolvierte Baumgartner den ersten Testsprung aus rund 21.600 Metern. Die eigentliche Mission könnte im August stattfinden. Bei der “Mission Red Bull Stratos” sollen vier bestehende Rekorde gebrochen werden: der höchste bemannte Ballonflug (36.576 Meter) sowie der höchste Fallschirmsprung. Baumgartner soll auch als erster Mensch im freien Fall die Schallmauer durchbrechen. Weiters soll er den längsten freien Fall – ungefähr 5.30 Minuten – absolvieren.
Auf die von Red Bull gesponserte High-Tech-Mission bereitet er sich seit Jahren vor. Baumgartner erreicht dann eine Spitzengeschwindigkeit von mehr als 1.100 km/h. Möglich ist das durch die “dünne” Luft in der Stratosphäre. Der extrem niedrige Druck würde die Flüssigkeiten im Körper zum Kochen bringen. Baumgartner wird deshalb in eine Art Raumanzug gepackt. (APA)