Streit um oberösterreichisches AK-Video:Werberat korrigiert Urteil leicht

Die Aufregung um das Video der Arbeiterkammer war groß.
Die Aufregung um das Video der Arbeiterkammer war groß. - © Youtube/AK OÖ/Screenshot
Der Österreichische Werberat hat sein Urteil über das umstrittene Video der oberösterreichischen Arbeiterkammer leicht korrigiert. Der Vorwurf, in dem Spot würden Frauen herabgewürdigt, sah der Ethiksenat nicht. Dieser hatte den Einspruch der AK behandelt und ist zu dem Schluss gekommen, das er trotz des “kleinen Fehlers” nicht gerechtfertigt sei, teilte Werberat- Präsident Michael Straberger mit.

In dem Video, das auf der Homepage der Arbeiterkammer und in Kinos zu sehen ist, bezeichnet sich ein rappender Chef als Narziss, als verantwortungslos, verlangt, die Firma müsse noch schlanker werden, auch wenn die Mitarbeiter dabei noch kranker werden. Er wirft mit Banknoten um sich, steckt einer schwangeren Mitarbeiterin einen Schein in den Ausschnitt, entzieht ihr die AK-Leistungskarte, wirft sie weg – und rutscht schließlich darauf aus. Der Spot diskriminiere eine ganze Berufsgruppe, außerdem beinhalte er ein Herabwürdigen des weiblichen Geschlechts, begründeten die Weberäte, warum sie nach wie vor entweder einen sofortigen Stopp des Clips oder einen Wechsel des Sujets forderten.

AK Oberösterreich legt Einspruch ein

Dagegen legte die AK Oberösterreich Einspruch beim Werberat ein, worauf sich der Ethiksenat jetzt damit befasste. Und dieser gab der AK in einem Punkt teilweise recht. Denn das Video verwende sehr wohl ein sexistisches Gestaltungselement, aber dieses intendiere nicht die Diskriminierung von Frauen, erläuterte Straberger die Ansicht des Ethiksenats. Die AK spricht in einer Presseaussendung von einem “erster Etappensieg”.

Der zweite beeinspruchte Punkt, der Werberat sei gar nicht zuständig für die Beurteilung des Spots, wurde jedoch nicht bestätigt. Die AK ist aber weiterhin der Auffassung, dass sich der Rat laut seiner Verfahrensordnung nicht mit Werbung von und für Non-Profit-Organisationen zu befassen habe. “Wir werden daher die Zuständigkeit des Werberates in dieser Frage juristisch prüfen lassen und weitere Schritte gegen diese Entscheidung setzen”, kündigte der oberösterreichische AK-Direktor Josef Moser an.

(APA)

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