Studie zeigt Zusammenhang von Aluminium-Deos und Brustkrebs

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Für die Studie wurden 209 Patientinnen befragt
Für die Studie wurden 209 Patientinnen befragt - © APA (Archiv)
Forscher der Medizinischen Universität Innsbruck haben in einer Studie den Zusammenhang zwischen der Verwendung von Deodorants mit Aluminiumsalzen und Brustkrebsrisiko untersucht. Die Ergebnisse zeigten, dass ein sehr häufiger, mehrmals täglicher Gebrauch dieser Deos in jungen Jahren die Gefahr an Brustkrebs zu erkranken erhöhen könne, teilte die Med-Uni am Freitag in einer Aussendung mit.

Für die Studie seien 209 Patientinnen mit Brustkrebs und eine gleich große Kontrollgruppe von Frauen im selben Alter ohne Krebserkrankung befragt worden. “Erstmals haben wir auch eine größere Serie von Gewebeproben aus der Brust auf ihre Aluminiumkonzentration hin untersucht”, erklärte Nicole Concin, Professorin für Experimentelle Frauenheilkunde an der Innsbrucker Universitätsklinik für Gynäkologie und Geburtshilfe.

Tägliche Verwendung von Deos steigert Krebsrisiko

Die Auswertung der Daten zeige, dass vor allem Frauen, die angaben, haben in jungen Jahren mehrmals täglich Deodorants verwendet zu haben, ein erhöhtes Brustkrebsrisiko aufweisen. “Auch wenn von allen befragten Frauen nur sechs Prozent zu dieser Gruppe mit sehr häufiger Nutzung gehören, sind unsere Auswertungen statistisch signifikant”, erklärte Erstautorin Caroline Linhart von der Sektion für Medizinische Statistik und Informatik.

Aluminiumkonzentration bei Brustkrebs höher

Ein weiteres Hauptergebnis der Studie sei, dass Frauen mit Brustkrebs eine signifikant höhere Aluminiumkonzentration im Brustgewebe aufweisen als nicht krebskranke Frauen der Kontrollgruppe. Dies gelte vor allem für Frauen mit Tumoren in Achselnähe. Ein definitiver Beweis, dass Aluminiumsalze krebsauslösend sind, liege damit allerdings nicht vor. “Weitere Untersuchungen sind unbedingt erforderlich”, so Concin.

Ulmer: “Keine Entwarnung”

“Wir können keine Entwarnung geben, was die Verwendung von Deodorants mit Aluminiumsalzen angeht”, fasste Hanno Ulmer, Direktor der Sektion für Medizinische Statistik, zusammen. Bis zur vollständigen Klärung der Bedeutung von Aluminiumsalzen als potenziell krebsauslösender Stoff empfahlen die Forscher jedenfalls einen sorgsamen Umgang mit Deos, die Aluminium enthalten. Insbesondere in jungen Jahren sollte auf einen übermäßigen Gebrauch verzichtet werden, hieß es. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift “EBioMedicine” veröffentlicht.

(APA)

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