Studie zu Winterspiele: Viele Österreicher sind Olympia-Muffel

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Die Österreicher sehen den Olympischen Spielen nicht mir voller Euphorie entgegen.
Die Österreicher sehen den Olympischen Spielen nicht mir voller Euphorie entgegen. - © ASSOCIATED PRESS
Die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang stehen kurz bevor. Die Euphorie ist etwas gebremst. Dass die Winterspiele in Südkorea ausgetragen werden, stößt hierzulande nicht bei allen auf Begeisterung. Viel lieber würde man diese nach Österreich holen, hat das Online Markt- und Meinungsforschungsinstitut Marketagent.com herausgefunden. Bei den Medaillenchancen blitzt jedoch der Optimismus wieder durch.

Lediglich rund ein Drittel sieht den Winterspielen in Pyeongchang mit großer Freude entgegen (34,0%), knapp die Hälfte signalisiert neutrales Interesse (44,6%) und 21,4% outen sich als Olympia-Muffel. Wenig überraschend zeigt der Blick auf die Geschlechter eine typische Verteilung für Sportevents. Während 40,6% der Männer bereits Vorfreude auf die Spiele verspüren, sind es bei den Frauen lediglich 27,5%.

13 Mal Edelmetall bei den Olympischen Spielen

Wenn es um Österreichs Medaillenchancen geht, blitzt aber doch wieder der Optimismus durch und so werden unsere Athleten nach Einschätzung der 1.008 Befragten in Summe 13 Mal Edelmetall für unser Land gewinnen. Die Olympischen Spiele werden allen voran als wichtiger Wirtschaftsfaktor gesehen (67,0%), eine Entspannung der weltpolitischen Situation wird hingegen kaum erwartet (28,6%). Für rund 6 von 10 der Befragten werden durch Olympia die Sportler in den Mittelpunkt gerückt (59,0%).

Die Österreicher wollen Winterspiele daheim erleben

8,4% bewerten den Austragungsort Pyeongchang mit dem obersten Podestplatz, nämlich sehr gut. Das Einlaufen von Nord- und Südkorea unter Gesamt-koreanischer Flagge und das gemeinsame Damen-Eishockey-Team wird nach Ansicht der Österreicher nicht zu einer nachhaltigen Entspannung zwischen den beiden Nationen beitragen. Viel lieber hätte man die Spiele wieder im eigenen Land. Die Bewerbung von Graz/Schladming für 2026 stößt auf breite Rückendeckung durch die Bevölkerung. 40,6% heißen diese Initiative für gut und fänden eine Austragung in der Steiermark sehr gut. Nur 15% können der Idee von Olympia in Österreich nichts abgewinnen.

Ski Alpin bleibt die klare Nummer eins

Hinsichtlich des Interesses an den einzelnen Disziplinen liegt unumstritten Ski Alpin mit 57,4% auf Platz eins. Auf den weiteren Rängen folgen Skispringen (43,5%), Biathlon (21,0%), die Nordische Kombination (19,1%) und Snowboard (19,0%). In Summe blicken die Österreicher optimistisch auf die Olympia-Bilanz und legen die Latte für Marcel Hirscher & Co mit 13 erwarteten Medaillen wieder hoch (4x Gold, 4x Silber, 5x Bronze). Damit prognostizieren die Umfrage-Teilnehmer ein ähnlich hohes Ergebnis wie 2014 in Sotschi, wo es 17 Mal Edelmetall für Österreich gab.

Die Schattenseiten der Winterspiele

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) kämpft schon seit Längerem mit massiven Imageproblemen. Auch die aktuelle Untersuchung gibt hier unmittelbar vor den Spielen keine Entwarnung. Nur 6,5% attestieren dem IOC sehr gute Imagewerte, weitere 27% haben zumindest ein eher gutes Bild von der Veranstalterorganisation. Assoziationen, die im Zusammenhang mit dem IOC genannt werden sind vor allem mächtig (83,9%), profitorientiert (76,6%) oder finanzstark (75,4%). Das Schlusslicht bilden Glaubwürdigkeit, Kompromissbereitschaft (jeweils 22,9%) und Sympathie (21,7%).

Dopingskandal bei den Olympischen Spielen

Im Umgang mit dem russischen Dopingskandal aus dem Jahr 2014 plädieren rund 3 von 10 dafür, dass Russland wie jedes andere Land bei den heurigen Olympischen Spielen vertreten sein sollte. Knapp die Hälfte befindet die derzeitige Lösung des IOC für gut, dass russische Sportler als neutrale Athleten starten dürfen (48,6%), sofern sie nachweisen können, nicht Teil des Dopingsystems gewesen zu sein. Rund jeder Fünfte wäre für einen Komplett-Ausschluss der russischen Mannschaft.

Apropos Doping: Dopingfreie Spiele erwartet nur die Minderheit. Mehr als zwei Drittel befürchten, dass auch 2018 in Pyeongchang leistungssteigernde Medikamente zum Einsatz kommen. Insbesondere Männer sind desillusioniert, was Fairplay und saubere Spiele betrifft und so rechnen 73,4% der männlichen Befragten mit einem Dopingskandal und teilen sich ihre Ansicht mit 62,4% der Frauen.

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