Sturm-Coach Foda will in Altach drei Punkte holen

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Sturm-Trainer will Platz eins verteidigen
Sturm-Trainer will Platz eins verteidigen - © APA
Nach zuletzt drei sieglosen Fußball-Bundesliga-Partien kommt es für Spitzenreiter SK Sturm Graz am Samstag (16.00 Uhr) zum Gipfeltreffen mit dem punktegleichen SCR Altach. “Wir sind gut vorbereitet und wissen, was auf uns zukommt. Wir fahren nach Altach, um drei Punkte zu holen. Wir werden alles versuchen, um die Tabellenführung zu verteidigen”, kündigte Sturm-Trainer Franco Foda am Donnerstag an.

“Wenn wir unsere Basics wieder abrufen, können wir das Spiel gewinnen”, betonte Offensiv-Allrounder Stefan Hierländer vor der gut siebenstündigen Busreise nach Vorarlberg. Der 25-Jährige glaubt wie sein Coach, dass der Trainerwechsel bei Altach keinerlei unmittelbare Auswirkungen haben wird. “Es hat ja der Co-Trainer von Damir Canadi übernommen, und der wird nicht alles über den Haufen werfen. Deshalb gehe ich davon aus, dass Altach mit der gleichen Ordnung, der gleichen taktischen Ausrichtung spielen wird. Es wird sich nicht viel ändern”, meinte Foda.

Sein Sportdirektor Günter Kreissl war indes “hundertprozentig überzeugt, dass wir gewinnen werden” und freute sich auf ein Spiel vor vollem Haus im “Ländle”. “Wir müssen mit einer beherzten, leidenschaftlichen Leistung auftreten”, forderte der 42-Jährige. Zum Abschied von Canadi, der nun Rapid wieder in die Erfolgsspur führen soll, sagte Kreissl: “Damir Canadi ist eine sehr starke Persönlichkeit. Sein Abgang kann Auswirkungen auf den Verein haben, das muss aber nicht sein, weil Altach sehr gefestigt wirkt.”

Im Gegensatz zu den seit sechs Spielen unbesiegten Vorarlbergern lief es zuletzt bei Sturm mit dem 2:2 gegen Schlusslicht Mattersburg, der 0:2-Niederlage bei Austria Wien und der 1:2-Heimschlappe gegen Aufsteiger St. Pölten nicht nach Wunsch. Das lag auch an der Tabellensituation, wie Foda anmerkte. “Man steht vorne, Erwartungen und Druck werden dadurch größer. Vielleicht hat da in den entscheidenden Situationen auch etwas die Lockerheit gefehlt”, analysierte der 50-Jährige, an dem zuletzt der deutsche Bundesligist Ingolstadt interessiert gewesen sein soll. “Es gab keine Verhandlungen mit Ingolstadt. Zwischen Interesse und Verhandlungen ist es ein langer Weg”, stellte Foda klar.

Auch Hierländer merkte an, dass es schwierig sei, “immer wieder zu bestätigen, dass man Tabellenführer ist. Am Anfang der Saison waren wir sicher der Underdog, mit dem keiner so gerechnet hat. Wir haben von dieser Situation profitiert. Aber wenn man oben steht, dann wird man vom Gegner genau analysiert. Alle wollen den Tabellenführer schlagen”, betonte der Kärntner, der 2012 und 2014 mit Red Bull Salzburg das Double geholt hatte und im Sommer von RB Leipzig nach Graz gewechselt war.

“Wir müssen jetzt, wie ‘Hierli’ gesagt hat, die Basics wieder abrufen. Meine Spieler wissen ja, dass sie gut Fußball spielen können, und müssen total entspannt sein. Sie haben was Gutes erreicht, aber natürlich ist nichts älter im Fußball als der Erfolg von gestern”, erklärte Foda, für den die nächsten zwei Ligaspiele – Graz gastiert dann am Sonntag in einer Woche bei Rapid – “nicht vorentscheidend” sind. “Letztendlich geht es darum, viele Punkte zu holen und sich eine super Ausgangsposition zu schaffen.”

Angesprochen darauf, was er unter “Basics” verstehe, lautete die Antwort des Deutschen: “Defensiv- und Offensivverhalten, Spiel gegen den Ball, schnelles Umschaltspiel, bei Standardsituationen konzentriert sein, beim Ballverlust hinten gut stehen und dass sich jeder Spieler für den anderen voll einsetzt, um Fehler sofort auszubessern.”

Dass in der jüngsten Runde Mannschaften wie Rapid (0:1 im Heimspiel gegen WAC) oder Sturm trotz teilweise klaren Ballbesitzvorteilen am Ende mit null Punkten dastanden, ist auch Foda nicht entgangen. “Ballbesitz schießt keine Tore, das haben wir erst diese Woche bei der Trainerfortbildung durch eine Präsentation von Willi Ruttensteiner vorgeführt bekommen. Bei der EM in Frankreich haben nur 31 Prozent der Mannschaften, die im Ballbesitz vorne waren, ihre Spiele gewonnen”, bemerkte der Sturm-Coach. “Im Fußball sind eben viele Dinge wichtig, nicht nur der Ballbesitz. Im letzten Drittel muss man effizient sein und Ballbesitz in den wichtigen Zonen haben.”

Altach war mit zuletzt drei Siegen extrem effizient, wobei vor allem der 5:1-Erfolg vor der Länderspielpause im Spitzenspiel gegen die Wiener Austria besonders beeindruckte. “Das ist eine Mannschaft, die kompakt verteidigt, das Spiel des Gegners unterbinden will und schnell und zielstrebig nach vorne spielt. Wir müssen also Konter vermeiden”, erwartet Foda auch unter dem vorerst interimistischen Canadi-Nachfolger Werner Grabherr eine unangenehme Altach-Elf, die zuletzt mit dem 2:0-Heimerfolg am 13. Dezember 2014 gegen Sturm gewonnen hat.

(APA)

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