Sturm Burglind mit Spitzen von 155,9 km/h am Galzig in Tirol

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Der Sturm ließ am Bodensee die Wellen ansteigen.
Der Sturm ließ am Bodensee die Wellen ansteigen. - © APA/STIPLOVSEK
Der Sturm Burglind hat Mittwochvormittag auch Tirol und Vorarlberg erreicht. Bis 14.00 Uhr wurden an der Messstation am Galzig (2.079 Meter) in Tirol 155,9 km/h verzeichnet. Seinen Höhepunkt sollte Burglind in den beiden Bundesländern am späten Vormittag bzw. frühen Nachmittag erreichen, sagte Philipp Hölzl von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Innsbruck der APA.

Vom Sturm besonders heimgesuchte Gebiete waren laut ZAMG das nördliche Vorarlberg sowie das Tiroler Außerfern. In Sulzberg im Bregenzerwald kam es etwa zu Windspitzen von 127 km/h, rund um den Bodensee wurden um die 100 km/ gemessen. An der Wetterstation Rohrspitz erreichte Burglind 110 km/h. Nach Angaben von “Wettering Vorarlberg” wurden in Mellau (Bregenzerwald) auf 1.400 Meter Seehöhe maximale Windstöße von über 140 km/h verzeichnet, am Karren oberhalb von Dornbirn zeigten die Messinstrumente knapp 110 km/h an. “Der Schwerpunkt des Sturms liegt im Alpenvorland und auf den Bergen”, so Hölzl. In den übrigen Landesteilen der beiden Bundesländer habe sich Burglind hingegen mit Windgeschwindigkeiten um die 80 km/h bemerkbar gemacht.

Skigebiete in Tirol von Liftausfällen betroffen

In Tirol verzeichneten Polizei und Landeswarnzentrale bis Mittag keine nennenswerten “Burglind-Einsätze”. Auch etwaige Stromausfälle waren Fehlanzeige. Es kam jedoch zu einigen Seilbahn-Ausfällen. Großteils nicht in Betrieb waren etwa die Bahnen am Stubaier Gletscher, auch am Arlberg sowie in den Tourismushochburgen Sölden und Ischgl kam es zu Ausfällen. In Kitzbühel musste eine Gondel nach einem technischen Defekt evakuiert werden. In der Skiregion Serfaus Fiss Ladis im Tiroler Oberland ging der Seilbahnbetrieb hingegen fast ausnahmslos seinen gewohnten Gang.

Am Flughafen Innsbruck wurden keine gecancelten Flüge gemeldet. Flüge der anderen Art waren hingegen betroffen: Am Innsbrucker Bergisel wurde das Training der Skispringer für den dritten Bewerb der Vierschanzentournee vorerst um 30 Minuten verschoben worden. Der Grund war starker Wind.

Einsätze im Minutentakt in Vorarlberg

In Vorarlberg wurden ab etwa 11.00 Uhr Einsätze im Minutentakt verzeichnet. Betroffen waren insbesondere der Raum Bregenz sowie der Bregenzerwald, aber auch in anderen Landesteilen – etwa in Feldkirch – musste die Feuerwehr ausrücken. Personen kamen vorerst nicht zu Schaden, die Einsätze konzentrierten sich auf “typische Sturmschäden” wie abgedeckte Dächer oder umgestürzte Bäume, die Straßen verlegten, hieß es von der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle (RFL) gegenüber der APA.

Bei der Bahnhaltestelle Feldkirch-Altenstadt wurde durch einen umstürzenden Baum die Oberleitung abgerissen, von den ÖBB wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Aus Sicherheitsgründen wurden manche Straßen gesperrt wie etwa die Verbindung zwischen Möggers und Eichenberg. Die Fluher Straße in Fluh, die Straße zwischen Hittisau und Balderschwang oder auch die Sulzberger Straße in Sulzberg.

Zahlreiche Lifte stehen still

In den höher gelegenen Regionen Vorarlbergs wurden viele Liftanlagen und Seilbahnen aus Sicherheitsgründen nicht in Betrieb genommen. So blieben etwa am Arlberg (Lech: Windgeschwindigkeit in Lech: 61 km/h) 21 von 88 Bahnen geschlossen, im Skigebiet Silvretta Montafon standen 14 von 36 Anlagen still. Im Bregenzerwald war das Skigebiet Andelsbuch-Bezau betroffen, das bei Windgeschwindigkeiten von 90 km/h geschlossen blieb. In Damüls-Mellau-Faschina fuhren nur 15 der 28 Bahnen.

Ab dem späten Mittwochnachmittag sollte “Burglind” einigermaßen ausgestanden sein. Am Donnerstag soll es laut ZAMG nur mehr in Hochgebirgslagen zur Sturmböen kommen.

(APA)

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