Lawinenabgang in Tirol forderte mindestens drei Tote

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Die Lawine dürfte rund 700 Meter lang gewesen sein.
Die Lawine dürfte rund 700 Meter lang gewesen sein. - © APA/Zeitungsfoto.at
Ein Lawinenabgang im Gemeindegebiet von Schmirn (Bezirk Innsbruck-Land) im Bereich des Jochgrubenkopfs hat am Mittwoch vier Tote gefordert. Zuerst wurden nur drei Wintersportler tot geborgen, am Mittwochabend wurde auch der vierte Vermisste tot aufgefunden. 

“Der vierte Verschüttete hatte sich rund zwölf Meter unter der Oberfläche befunden”, sagte der Geschäftsführer der Tiroler Bergrettung, Peter Veider, der APA. Zuvor waren bereits drei Todesopfer von den Bergrettern aus den Schneemassen geholt worden.

Lawine erfasst Skitourengruppe

Die Verunglückten waren Teil einer insgesamt achtköpfigen Skitourengruppe. Zunächst dürften alle acht verschüttet worden sein, meinte die Beamtin. Vier von ihnen konnten sich jedoch laut ersten Informationen selbstständig aus Schneemassen befreien und alarmierten die Rettungskräfte.

Großeinsatz nach Lawinenabgang in Tirol

Über die Nationalität der Skitourengeher lag zunächst keine Informationen vor. Die Lawine dürfte mit einer Länge von rund 700 Metern und einer der Abrisshöhe von zwei Metern relativ groß gewesen sein. Zahlreiche Bergretter, Alpinpolizei, Lawinenhundeführer und vier Hubschrauber waren laut Lawinenwarndienst im Einsatz.

lawine-in-tiro2auf Der Lawinenabgang sorgte für einen Großeinsatz. /APA ©

Lawinenwarnstufe 2 über 2.200 Meter

In Tirol herrschte am Mittwoch oberhalb von etwa 2.200 Metern Lawinenwarnstufe “2” auf der insgesamt fünfteiligen Skala, darunter wurde die Gefahr von den Experten als “gering”, also mit Stufe “1”, eingeschätzt. Mögliche Gefahrenstellen seien vor allem in sehr steilen, bisher wenig befahrenen Schattenhängen oberhalb von 2.200 Metern zu finden.

Gefahr durch Schneebrettlawinen

An schneearmen Stellen können dort insbesondere durch große Belastung noch Schneebrettlawinen in bodennahen Schwachschichten ausgelöst werden, hieß es. Lawinen können in Folge mittlere Größe erreichen und dadurch gefährlich groß für den Wintersportler werden, hieß es.

(APA)

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