Südtirol für Kurz immerwährende Herzensangelegenheit

Südtirol für Kurz immerwährende Herzensangelegenheit
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Der österreichische Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) hat bei den Feierlichkeiten zur Unterzeichnung des Pariser Vertrags vor 70 Jahren Südtirol als eine immerwährende Herzensangelegenheit Österreichs bezeichnet. Sein ebenfalls angereister italienischer Amtskollege Paolo Gentiloni (PD) bezeichnete das Gruber/De Gasperi Abkommen als “Vorläufer der europäischen Integration”.

Südtirol und seine Autonomie würden heute weltweit als Beispiel gelten, sagte Kurz bei der Tagung anlässlich des Jubiläums am Montag auf Schloss Sigmundskron. Es sei eine schöne Aufgabe für Österreich gewesen, diesen Weg zu begleiten, so der Außenminister. Heute sei ein Europa ohne Innengrenzen eine Selbstverständlichkeit. Aber angesichts der Migrationsfrage sei es notwendig die Voraussetzungen dafür auch zu schaffen, betonte er.

Gentiloni: Brenner muss offen bleiben

Der Vertrag umfasse die sprachliche und kulturelle Eigenständigkeit, die Teilung der Gesetzgebung und das friedliche Zusammenleben, erklärte Gentiloni. Der Außenminister unterstrich in seiner Rede das freundschaftliche Verhältnis zwischen Österreich und Italien. Dies würde auch die intensive Zusammenarbeit in der Migrationsfrage zeigen, so Gentiloni. Der Brenner sei aber eine geschichtsträchtige Grenze und müsse deshalb offen bleiben, betonte der italienische Außenminister.

Auch heute würden die Historiker noch darüber diskutieren, ob das Gruber/De Gasperi-Abkommen eine Magna Charta für Südtirol oder ein Dokument österreichischer Schwäche sei, meinte Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher (SVP). Die territoriale Abgrenzung habe schwere Folgen gehabt und das Statut von 1948 habe zu einer für Südtirol unbefriedigenden Regionalautonomie und somit zu einer doppelten Enttäuschung geführt, erklärte Kompatscher. Zum einen sei eine Rückkehr zu Österreich verwehrt worden und zum anderen habe der Verlust der inneren Selbstbestimmung viele Jahre des politischen Kampfes nach sich gezogen.

“Abkommen aus damaliger Sicht Enttäuschung”

“Aus damaliger Sicht war das Abkommen wohl ein Grund zur Enttäuschung, in Nachbetrachtung enthielt es, neben der Regelung der Optantenfrage, aber eine Reihe substanzieller Regelungen, die wichtig waren”, meinte der Landeshauptmann. Was Altlandeshauptmann Luis Durnwalder (SVP) vor zehn Jahren sagte, nämlich: “Das Abkommen ist der Ausgangspunkt, Endpunkt gibt es keinen” gelte nach wie vor, fügte Kompatscher hinzu.

(APA)

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