21. August 2012 16:11; Akt.: 21.08.2012 17:29

Susanne Pumper neue Präsidentin des LCC Wien

Susanne Pumper wird Präsidentin des Wiener Traditionsvereins LCC Wien. Die 41-Jährige habe die Nachfolge von Peter Pfannl angetreten, der nun als Ehrenpräsident fungiere, bestätigte sie gegenüber der APA eine Meldung des “Standard”. Pumper war 2008 aufgrund von EPO-Dopings für zwei Jahre gesperrt worden und sieht sich darüber hinaus einem neuerlichen Verfahren gegenüber.

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“Ärmel aufkrempeln und hart arbeiten”, lautet das Motto von Pumper, die seit 1999 LCC-Mitglied ist und “frisches, junges Blut in den Verein reinbringen will”. Dabei liege der Fokus ganz klar auf dem “Breitensport, der Gedanke der Eliteschmiede gehört schon lange der Vergangenheit an. Unsere Zielgruppe sind junge Leute, und die fühlen sich bei uns sehr wohl.”

LCC mit Doping-Vergangenheit

Pumper begann gleich nach Ablauf der Sperre wieder an Leichtathletik-Veranstaltungen teilzunehmen, beim LCC ist sie als Organisatorin diverser Veranstaltungen aktiv. Der LCC Wien machte in den vergangenen Jahren viele negative Schlagzeilen – mit Athletinnen wie Jolanda Ceplak, Helena Javornik, Lisa Hütthaler, Bettina Müller-Weissina, Stephanie Graf und Eva Maria Gradwohl, über die alle Doping-Sperre verhängt wurden. Und Pumper wird sich nach einer für sie belastenden Zeugenaussage von Hütthaler nochmals vor der NADA-Rechtskommission verantworten müssen.

ÖLV sieht schiefe Optik

Helmut Baudis, der Generalsekretär und Anti-Doping-Beauftragte des Österreichischen Leichtathletik Verbandes (ÖLV), teilte der APA mit: “Die Optik ist schlecht. Wenn man Jugendliche anspricht, sollten Personen am Werk sein, die mit Doping überhaupt nichts zu tun haben oder hatten. Man sollte einen Verein und eine Sportart ohne negativen Beigeschmack repräsentieren.” Der ÖLV hat allerdings keinerlei Handhabe gegen eine solche Entscheidung.

Pumper-Anwalt in der NADA

Zumindest etwas verwunderlich ist auch die Bestellung von Rechtsanwalt Dr. Clemens Grünzweig als juristisches Ersatz-Mitglied der NADA-Rechtskommission. Er war früher Pumpers Rechtsvertretung. Dazu befragt meinte der neue NADA-Geschäftsführer Michael Cepic: “Er kennt sich mit der Materie ausgezeichnet aus, das war der ausschlaggebende Grund, ihn als Ersatzmitglied zu nominieren.”

(APA)



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