SV Grödig: Dunkle Wolken trüben das Visier

SV Grödig: Dunkle Wolken trüben das Visier
© Reyna (li.) ist Grödigs treffsicherster Stürmer. - Krugfoto/APA
Der SV Grödig trifft nach der Länderspielpause am Samstag auf Tabellenführer WAC. Positiv: Die Verletztenliste wird kürzer. Negativ: Ein Mittelfeldspieler tanzt aus der Reihe.




Mittwochvormittag im Trainingszentrum Rif: Die Mannschaft des SV Grödig arbeitet in der Leichtathletikhalle an ihrer Schnelligkeit. Die angeschlagenen Spanier Tomi und Ione Cabrera absolvieren Sprintübungen und können vermutlich nächste Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Yordy Reyna und Robert Völkl haben ihre Zahn-OP überstanden. Vor dem Duell beim Tabellenführer WAC (Sa. 18:30) könnte die Stimmung bei den Grödigern deshalb eigentlich gut sein. Immerhin kann man gegen die Kärntner nur überraschen. Dennoch schweben dunkle Wolken über den Köpfen der Spieler und trüben deren Fokus.

Wo ist Sascha Boller?

„Nicht fit – angeschlagen“, sei Grödigs Mittelfeldmann Sascha Boller. So zumindest lautet Auskunft seitens des Vereins. Dennoch ist er – im Gegensatz zu Tomi und Cabrera – nicht bei der Mannschaft, beziehungsweise in der Regenerationsgruppe mit den beiden Spaniern. Der Deutsche wurde schon Anfang September für drei Spiele in die zweite Mannschaft (Salzburger Liga) degradiert. „Der Sascha braucht Spielpraxis“, erklärte Trainer Michael Baur damals seine Entscheidung. Der als „schwierig“ geltende Deutsche stand in der aktuellen Bundesligasaison magere zwei Mal in der Startelf und war nur bei sieben von elf Spielen überhaupt im Kader. Bei der Frage, ob der 30-Jährige im Herbst nochmals für Grödig auflaufen wird, hält sich der Verein bedeckt. Das lässt Raum für Spekulationen.

Grödig muss wieder treffen

Mit nur elf Treffern stellt der SV Grödig die schlechteste Offensivabteilung der tipico Bundesliga. Die zwanzig Gegentore (Liga-Topwert) erscheinen zwar auf den ersten Blick sehr viel. Doch fing man sich acht davon im Derby gegen Red Bull Salzburg ein. In der Defensive war man deutlich konsequenter als in der Offensive. In den letzten drei Spielen stand bei Yordy Reyna und Co. vorne die Null. Die Angst, Tore zu schießen, manifestiert sich schön langsam in den Köpfen der Spieler und hemmt sie. Dabei mangelt es oft nicht an Chancen, sondern an der Auswertung. Dabei ist Grödigs-Toptorschütze Reyna (vier Tore) gefordert. „Dass Yordy sehr oft super Sachen für uns macht ist klar. Hätte er die Abschlussstärke, wäre er wahrscheinlich gar nicht bei uns. Aber vielleicht kriegen wir ihn dazu, dass er die eine oder andere Möglichkeit doch noch besser nützen kann“, hofft Baur.

 

Reyna (li.) ist Grödigs treffsicherster Stürmer. - Krugfoto/APA Reyna (li.) ist Grödigs treffsicherster Stürmer. – Krugfoto/APA ©

Sunday Emmanuel in Nigeria

Ein anderer Grödig-Stürmer ist aktuell im Einsatz für seine Nationalmannschaft. Sunday Emmanuel stürmt aktuell für Nigeria in der Afrika-Cup-Qualifikation. In den ersten drei Partien kam er ein Mal für 21 Minuten zum Einsatz. Nach dem letzten Spiel, am Dienstag gegen den Sudan, steigt er am Freitag in den Flieger zurück nach Europa. Bevor es aber wieder zur Mannschaft geht, muss er sich einem Gesundheitscheck unterziehen. Da in Nigeria der tödliche Ebola-Virus wütet, werden alle Reisenden nach ihrer Rückkehr noch am Flughafen untersucht. „Das ist eine Standardprozedur. Nach seiner Untersuchung kehrt er ganz normal zur Mannschaft zurück“, sagte Teammanager Lukas Fabi. Das Duell gegen den WAC wird Emmanuel allerdings verpassen.

 

Emmanuel (li.) ist aktuell noch für Nigeria im Einsatz. - Hans Punz/APA Emmanuel (li.) ist aktuell noch für Nigeria im Einsatz. – Hans Punz/APA ©

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