Syrien-Gespräche in Astana endeten erneut ohne Ergebnis

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Gespräche finden in Kasachstan statt
Gespräche finden in Kasachstan statt - © APA (AFP)
Eine neue Verhandlungsrunde zwischen Vertretern der syrischen Führung und der Opposition in der kasachischen Hauptstadt Astana ist am Donnerstag ohne Annäherung zu Ende gegangen. Wie schon bei dem ersten Treffen im Jänner gab es keine direkten Gespräche zwischen den Konfliktparteien.

Erst zum Abschluss der Verhandlungen in Astana gab es ein 40-minütiges Treffen aller Teilnehmer, eine gemeinsame Erklärung kam aber nicht zustande. Einziger kleiner Fortschritt: Die Initiatoren Moskau, Ankara und Teheran setzten ihre Bemühungen zur Überwachung des Waffenstillstands fort und schufen eine gemeinsame Beobachtergruppe.

Die Rebellen nahmen nur mit einer kleinen Delegation teil, angeführt von Chefunterhändler Mohammed Alloush, der im Jänner schon bei der ersten Verhandlungsrunde in Astana dabei war. Die neuerliche Runde habe “zu nichts Konkretem geführt”, stellte Alloush anschließend fest.

Der russische Chefunterhändler Alexander Lawrentjew sagte, die beiden Konfliktparteien hätten trotz der “Meinungsverschiedenheiten” viel gemeinsam. Die Waffenstillstandsfrage könne gelöst werden, die Hoffnung, politische Fragen zu lösen, bleibe bestehen.

Der syrische UNO-Botschafter Bashar al-Jaafari sagte, das Treffen in Astana habe “den Weg zur nächsten Konferenz in Genf” gewiesen. Für das Scheitern der Gespräche machte er die Rebellen und die Türkei als deren wichtigsten Unterstützer verantwortlich.

Unmittelbar vor den neuen Gesprächen in Kasachstan hatte der UNO-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura, zu verstärkten Bemühungen um eine Friedenslösung aufgerufen. Jetzt sei “genau der richtige Zeitpunkt, um die Bemühungen zur Normalisierung des politischen Prozesses in Syrien zu verstärken”, sagte er in Moskau.

Um die Vorbereitung der geplanten neuen UNO-Friedensgespräche zu Syrien kommende Woche in Genf geht es am Freitag auch bei einem Gespräch westlicher und arabischer Staaten beim Treffen der G-20-Außenminister in Bonn.

(APA/ag.)

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