8. Juli 2012 14:22; Akt.: 8.07.2012 14:30

Assad wies Rücktrittsforderungen von sich

Syriens Staatschef Assad hat Rücktrittsforderungen vehement von sich gewiesen. “Ein Präsident sollte vor nationalen Herausforderungen nicht davonlaufen und wir stehen hier im Augenblick vor einer nationalen Herausforderung in Syrien. Der Präsident kann sich einer solchen Situation nicht einfach entziehen”, sagte er dem “Weltspiegel”. Die syrische Armee startete unterdessen militärische Übungen.

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Assad erhob in dem Interview auch schwere Vorwürfe gegen die USA. “Solange sie (die USA) in irgendeiner Weise Terroristen Unterstützung gewähren, werden Sie zu deren Partner. Mit Waffen, Geld oder öffentliche und politische Unterstützung in der UNO – oder wo auch immer – ist das die Implikation,” kritisierte er ihre Vorgehensweise.

Der internationale Sondergesandte Annan wird nach syrischen Angaben am Montag in Damaskus erwartet. Ein Beamter des syrischen Außenministeriums sagte am Sonntag, Annan werde voraussichtlich mit Assad zusammentreffen, um die aktuelle “Krise” zu besprechen.

Die staatlichen Nachrichtenagentur Sana berichtete von dem Beginn einer mehrtägigen militärischen Übungen. Bodentruppen, Luftwaffe und Marine seien an den Manövern beteiligt, teilte Sana am Sonntag mit. Damit solle die “Kampfbereitschaft der Armee” getestet werden.

Nach Angaben der Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter starben erneut sechs Zivilisten im Kugelhagel, als Regierungstruppen in der Unruheprovinz Hama wahllos um sich schossen. Drei weitere – darunter zwei Kinder – wurden den Angaben zufolge Opfer von Granatenangriffen in der Stadt Deir al-Sur im Osten des Landes. In einem Vorort von Damaskus wurde zudem eine Frau erschossen. In der südlichen Provinz Daraa starb ein Rebellenkämpfer bei einem Schusswechsel mit Regierungstruppen, wie die Organisation weiter berichtete.

Bundespräsident Fischer äußerte sich unterdessen zu einem Einsatz Österreichs in Syrien ablehnend. “Ich glaube nicht, dass sich Österreich an einem Einsatz in Syrien beteiligen würde”, sagte das Staatsoberhaupt in der ORF-”Pressestunde” am Sonntag. Der Einsatz Österreichs im Rahmen der “Battle Groups” der EU sei aber dennoch möglich.



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