8. Februar 2012 10:38; Akt.: 8.02.2012 11:18

Szene geht natürlich über die Bühne

VN-Klimaschutzpreis 2012 - Kategorie "Vereine" VN-Klimaschutzpreis 2012 - Kategorie "Vereine" - © bilderbox.at-Symbolbild
VN-Klimaschutzpreis 2012 – Kategorie “Vereine”: Vereine engagieren sich weit über das Vereinsleben hinaus für den Klimaschutz.

Startschuss für den VN-Klimaschutzpreis 2012: Bereits zum dritten Mal rücken die VN Projekte engagierter Leser vor den Vorhang. In fünf Kategorien werden Klimaschutz-Ideen mit Vorbildwirkung gesucht. Bewerben können Sie sich bereits heute für den VN-Klimaschutzpreis 2012.

Zahlreiche Vorarlberger Vereine und Institutionen engagieren sich für Energieeffizienz und klimaschonende Initiativen. Ein Beispiel dafür: Auf den Vereinshäusern und Clubheimen sieht man immer mehr Photovoltaikanlagen. Mit der Ausschreibung des Klimaschutzpreises richten sich die VN auch an Vereine und Organisationen, denen unsere Umwelt am Herzen liegt.

Beim letzten VN-Klimaschutzpreis 2010 schaffte es der Kultur- und Jugendverein „Szene Lustenau“ mit seinem Festival auf den ersten Platz. „Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, unsere ökologische Bilanz zu verbessern“, sagte Hannes Hagen, Obmann des Kultur- und Jugendvereins Szene Lustenau. Klar: Ganz ohne Müll und Verkehr kann ein Großereignis nicht über die Bühne gehen. „Umweltbelastung und Abfall wollten wir aber möglichst gering halten“, erklärte Hagen. Schließlich findet das Freiluftfestival jedes Jahr mitten in der Natur, in Lustenau am Alten Rhein statt. „Das Festival funktioniert nur mit und in der Natur. Unser Erfolg ist nur möglich, wenn wir darauf aufpassen.“ Dafür nehmen er und sein Team jedes Jahr aufs Neue auch einiges an Mehrausgaben in Kauf. „Im Endeffekt rentiert es sich aber“, ist der Organisator überzeugt.

Netzstrom statt Aggregaten

Er und sein Team haben sich dafür gleich eine Reihe von Maßnahmen überlegt: Die Anreise ist aus ganz Vorarlberg mit öffentlichen Verkehrsmitteln gratis. Parkplätze direkt beim Festival gibt es gar keine mehr – wer auf das Auto nicht verzichten kann, muss es mehrere Kilometer weiter in Hohenems abstellen und von dort den kostenlosen Shuttlebus in Anspruch nehmen.

Gäste, die auf ihrem Drahtesel zum Festival pilgern, müssen um ihr Fahrrad nicht bangen. Beim Szene Openair gibt es eine kostenlose „Fahrradgarderobe“. Wer sein Fahrrad abgibt, bekommt einen nummerierten Chip ausgehändigt. Bis zur Abholung wird das Rad in einem abgesperrten, bewachten Bereich aufbewahrt. Statt Dieselaggregaten sorgt auf dem Festivalgelände Netzstrom dafür, dass die Bühnen gut ausgeleuchtet sind, und ein Müllpfandsystem gibt es schon seit zehn Jahren. All diese Maßnahmen überzeugten die Jury. „Die Veranstaltung beinhaltet ein umfassendes Mobilitätsmanagement.

Eigeninitiative

Die Maßnahmen zum Umweltschutz werden in Eigeninitiative durchgeführt und haben Vorbildwirkung. Der Verein stellt bei der Organisation des Openair-Festivals nachhaltige Aspekte in den Mittelpunkt und erreicht so, dass die Veranstaltung in größtmöglichem Einklang mit der Natur durchgeführt wird“, so die Meinung der Jury.

Umstieg von Auto auf Fahrrad

2008 war es die Kaufmannschaft Bezau, die von der Jury für die Aktion Radpoint ausgezeichnet wurde. Das 2006 lancierte Projekt funktioniert ganz simpel. Für jeden Einkauf, der mit dem Fahrrad in Bezau erledigt wird, bekommt der Kunde einen Punkt. Mit 40 Punkten ist der Radpoint-Pass voll und kann durch einen Sofortpreis im Wert von sieben Euro in den Geschäften Bezaus eingetauscht werden. Jury-Vorsitzender Adi Gross hob die Originalität und das schöne Signal hervor.

Preis:

Ein Verein darf sich über einen Klima-Tag im Montafon mit Besichtigung von Kopswerk II und einem Ausflug zur Bielerhöhe freuen.

 

VN/Tobias Hämmerle


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