Tagesschau stellt FPÖ-Chef Strache bloß

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Strache stellt den vom Menschen verursachten Klimawandel in Frage.
Strache stellt den vom Menschen verursachten Klimawandel in Frage. - © APA/Neubauer/Archiv
FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hat in Sachen Klimapolitik einige Gemeinsamkeiten mit US-Präsident Donald Trump. Nun sorgte eine Aussage gegenüber Ö1 über früheren Weinanbau in Grönland für Aufsehen – oder vielmehr der Faktencheck, der das widerlegt.

„Grönland war einmal ein grünes Land, mit Weinanbau“, sagte H. C. Strache im Ö1-Mittagsjournal am vergangenen Samstag. Und: „Die Erderwärmung wird man angesichts zunehmender Sonneneruptionen und einer Erwärmung der Sonne nicht korrigieren können“, so Strache weiter.

Tagesschau: Grönland seit 100.000 Jahren mit Eis bedeckt

Mit der Äußerung zum Thema Weinanbau in Grönland will Strache seine Sichtweise des natürlichen und unbeeinflussbaren Klimawandels unterstreichen. Nun sprangen die Faktenchecker der Tagesschau im ARD auf. Ihr Ergebnis: Grönland war seit mindestens 100.000 Jahren mit Eis bedeckt. Auch zu milderen Zeiten sei die Gegend mit Eis bedeckt gewesen, Beweise für Weinanbau gebe es zu der Zeit nicht, heißt es in dem Video weiter. Stellt sich nur noch die Frage, wem die Strache-Anhänger eher glauben: Dem FPÖ-Chef oder der Tagesschau?

Strache: Für alternative Energien, gegen Pariser Klimaabkommen

In einem Facebook-Post, der nach dem Interview mit Ö1 entstand, äußerte sich Strache unabhängig von seiner Einstellung zum Klimawandel durchaus offen gegenüber alternativen Energien. Das Pariser Klimaabkommen, aus dem US-Präsident Trump aussteigen will, sei ein „unverbindlicher Papiertiger ohne rechtliche Konsequenzen“, heißt es darin weiter, das von der Atomlobby und Monsanto unterstützt werde. Er werde sich auf jeden Fall für die heimische Natur einsetzen, wenn er gewählt werde, gibt Strache schließlich doch den Umweltfreund.

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