“Take the A-Train”-Festival rückt Salzburger Hauptbahnhof in Mittelpunkt

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Bereits zum dritten Mal versteht sich der Salzburger Hauptbahnhof wieder vier Tage lang als kultureller Mittelpunkt Europas. Das “Take the A-Train” Festival bietet noch bis zum Sonntag (17.9.) unter dem Motto “Trans-Europa-Express” an insgesamt 17 unterschiedlichen Schauplätzen Veranstaltungen von Künstlern aus Salzburg, Europa und der Welt.

Die Initiatoren Andreas Neumayer und Markus Rauchmann haben sich bewusst für die Bahnhofsgegend als Veranstaltungsort entschieden. Ein vermeintlicher sozialer Brennpunkt soll durch das Festival in einer neuen Perspektive erscheinen. Eröffnet wurde “Take the A-Train” am vergangenen Donnerstag allerdings auf der Schranne. Mit dabei war auch Salzburgs Kulturlandesrat Heinrich Schellhorn (Grüne), der betonte, wie wertvoll es für Salzburg sei, dass öffentliche Orte durch die Veranstaltungen neu und anders erfahrbar gemacht werden. Er selbst freue sich auch schon sehr auf die Konzerte an den außergewöhnlichen Orten. Musikalische Beiträge gab es dazu vom neu formierten Brass Ensemble “Schrannenblech” und im Anschluss stand eine Oldtimer-Obus-Rundfahrt mit der Künstlerin Nigrita auf dem Programm.

Eröffnungskonzert im Jazzit ausverkauft

An einer verhältnismäßig klassischen Spielstätte fand am Donnerstagabend das ausverkaufte Eröffnungskonzert des “Barcelona Gipsy Balkan Orchestra” statt: im Saal des Jazzit Salzburg. Das Ensemble lebt quasi das Motto des Festivals. Die sechs Musiker stammen aus Spanien, Frankreich, Italien, Griechenland und Serbien. Und all diese Länder ließen sich auch aus der Musik heraushören. Sängerin Sandra Sangiao verriet ihre Herkunft Spanien schon alleine durch ihre wunderbar wehmütige, samtige Stimme mit beachtlichem Tonumfang. Alle Musiker überraschten immer wieder mit neuen Fusionen verschiedenster Stilrichtungen. Besonders interessant war eine Mischung aus jüdischem Klezmer und abendländisch klingenden Vierteltonleitern. Das ebenso bunt gemischte Publikum war begeistert von dieser klangvollen Vielfalt und der Auftakt wurde ein voller Erfolg.

Full house zur Eröffnung, das gefällt uns. #ttat17

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Scheibsta und die Buben: Wortakrobaten aus Salzburg

Neben Künstlern aus aller Welt, wie z.B. dem finnischen Mundharmonika-Quartett “Sväng”, oder dem italienischen Trio “Extemporary”, wünschten sich die Veranstalter auch die Förderung der lokalen und jungen Musikszene. Die war ebenso prominent im Programm vertreten. So übernahmen am Freitag zum Beispiel der Salzburger Wortakrobat Scheibsta und seine “Buben” die Hauptbühne am Bahnhofsvorplatz und die junge Soulstimme Laura Zotti mit ihrer Band die Volksbank.

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Flashmob mit Nigrita am Hauptbahnhof

In diese Reihe gliederte sich auch die bereits am Eröffnungstag aufgetretene Nigrita. In Salzburg ist die junge Songwriterin vor allem durch ihren Erfolg mit “Nigrita & the Mellowbeats” bekannt. Mit ihrer Performance “Four Spells” versuchte sie am Freitag ihre Identität als Musikerin mit der als Tänzerin Pilmaiquen zusammenzuführen. Die Salzburgerin ist ebenfalls ausgebildete Tänzerin. Alle Texte stammen aus der Feder von Nigrita und es scheint, als haben sie seit den Mellowbeats-Zeiten noch etwas mehr an Tiefe dazu gewonnen. Zusammen mit fünf Tänzern und fünf Musikern entführte sie das Publikum auf eine Reise durch zeitgenössischen Tanz und nachdenkliche Klänge. Die Begeisterung der Zuschauer war so groß, dass man den Jubel noch bis auf die Straße vor dem Caritas Lager hören konnte.

Flashmob mit Nigrita am Hauptbahnhof #ttat17 #musicfestival #salzburg #allthatmusic #igerssalzburg

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17 verschiedene und außergewöhnliche Spielstätten

Das Caritas Lager ist nur eine von vielen außergewöhnlichen Spielstätten bei “Take the A-Train”. Bei den insgesamt 17 verschiedenen Schauplätzen finden sich unter anderem ein Friseursalon, verschiedene Restaurants und eine Bank. Dass die Atmosphäre der Orte zum wesentlichen Bestandteil der Konzerte wurden, lies sich am Freitag beim Doppelkonzert des “WoodAirQuartets” und des Gitarristen und Sängers Yorgos Pervolorakis gut erfassen. In einem gemütlichen Zimmer im Hotel Hohenstauffen erlebte man das Konzert wie im Wohnzimmer von guten Freunden, obwohl der Raum bis in die letzte Ecke gefüllt war. Das viertägige Festival endet am Sonntag ebenfalls an einem speziellen Ort: zwischen 17 Schaugleisen im Bahnmuseum “Lockwelt” in Freilassing.

(APA)

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