Skifliegen: Kraft nach erstem WM-Tag Vierter

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Daniel Andre Tande legte den besten Start hin
Daniel Andre Tande legte den besten Start hin - © APA (dpa)
Weltrekordhalter Stefan Kraft muss bei der Skiflug-WM in Oberstdorf für eine Medaille stark zulegen. Der Salzburger lag nach den zwei Durchgängen am Freitag an vierter Stelle. Auf Bronze fehlten ihm fast 20 Punkte. Sein Kumpel Michael Hayböck verletzte sich bei einem Sturz am Ellbogen und schied aus. Die klare Zwischenführung gehört dem Norweger Daniel Andre Tande.

Tande (212/227 m), der in der Qualifikation den Schanzenrekord auf 238,5 Meter verbessert hatte, wies mehr als zehn Zähler Vorsprung auf Richard Freitag (228/225) auf. Der Deutsche feierte ein starkes Comeback nach seinem Sturz in Innsbruck. Rund sieben Punkte hinter dem Wahl-Oberstdorfer setzte sich Tournee-Dominator Kamil Stoch (230/219) auf Platz drei.

Kraft: “Noch keine Rakete dabei”

Kraft (218/208,5) fehlen bereits 19,5 Punkte auf den Polen, auf Tande sind es mehr als 37. “Die Flüge waren ganz ok. Es war noch keine Rakete dabei, es schaut aus, dass ich jetzt noch zwei davon brauche, um da noch ranzukommen. Die drei da vorne sind richtig, richtig gut”, bilanzierte der Salzburger.

Die umgerechnet 16 Meter Rückstand auf Doppel-Olympiasieger Stoch seien ein große Vorgabe. “Das ist sehr viel, aber beim Skifliegen geht das noch eher, aber es ist doch jede Menge Holz.” Und die Top drei seien auch noch sehr stabil. “Es wird sehr, sehr schwierig”, so der WM-Dritte von 2016 zu seinen Edelmetallchancen. Etwas mehr als vier Punkte hinter Kraft lauert außerdem der Norweger Robert Johansson auf Rang fünf.

Hayböck stüzt nach 171,5 Metern

Den Sturz seines Zimmerkollegen Hayböck hatte Kraft nicht mitgekommen. “Ich wünsche ihm gute Besserung. Ich weiß, nur dass ihm der Ellbogen sehr wehtut und er ihn nicht ausstrecken kann. Ich hoffe, es geht ihm gut.” Hayböck war nach nur kurzem Flug (171,5 m) zu Sturz gekommen, weil sich sein linker Ski im weichen Schnee verschnitten hatte.

Der Oberösterreicher verletzte sich am rechten Ellbogen und musste aufgeben. Im Krankenhaus wurde ein Muskelfasereinriss im Unterarm festgestellt. Wie lange er ausfällt, ist offen. Cheftrainer Heinz Kuttin fuhr Hayböck nach dem Bewerb sofort ins Spital nach.

Der auch schon im Herbst am Sprunggelenk verletzte 26-Jährige ist damit zumindest für den Teambewerb am Sonntag fraglich. Für ihn würde am Schlusstag Florian Altenburger ins Aufgebot rücken, wodurch die Medaillenchancen der ohnehin mit Problemen kämpfenden ÖSV-Mannschaft weiter sinken dürften. Denn im Einzelbewerb lagen WM-Debütant Clemens Aigner (202/181,5) und Manuel Poppinger (187/195,5) nur auf den Rängen 17 bzw. 18.

(APA)

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