Tanja Frank und Lorena Abicht holen bei WM Silber im 49er-FX

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Frank/Abicht vergaben den WM-Titel erst im Finish
Frank/Abicht vergaben den WM-Titel erst im Finish - © APA (OSV/Tobias Stoerkle)
Bis kurz vor dem Zieleinlauf waren Tanja Frank und Lorena Abicht am Samstag bei den Segel-Weltmeisterschaften vor Aarhus in der 49erFX-Klasse auf Goldkurs. Doch kurz vor der letzten Wende des Medal Race drehte der Wind, das Boot der Österreicherinnen kippte, und die beiden mussten sich mit zwei Punkten Rückstand mit Silber begnügen.

Gold ging an die Niederländerinnen Annemiek Bekkering und Annette Duetz mit 89 Punkten, Bronze an die Britinnen Sophie Weguelin und Sophie Ainsworth (94). Trotz des unglücklichen Finales freuten sich Frank und Abicht über die Silbermedaille, mit der sie Geschichte schrieben. Es war die erste bei einer 49erFX-WM für Österreich.

“Wir waren heute nicht vom Glück verfolgt. Den Winddreher hat man überhaupt nicht vorhersehen können. Ich habe sogar eher damit gerechnet, dass er von der anderen Seite kommt. Wir sind aber trotzdem sehr glücklich mit der Medaille. Damit haben wir vor der Weltmeisterschaft nicht rechnen können, es ist auf jeden Fall ein gewonnenes Silber”, betonte Steuerfrau Frank, die in Rio als Vorschoterin mit Thomas Zajac Olympia-Bronze im Nacra17 erobert hatte.

Das OeSV-Duo ging mit elf Punkten Vorsprung in das Medal Race, erwischte bei stark drehenden Winden einen guten Start und ging bald in Führung. Frank/Abicht segelten souverän auf Goldkurs, als kurz vor der letzten Wende eine Winddrehung um 180 Grad das Boot der Österreicherinnen zum Kentern brachte. Den daraus resultierenden Rückstand konnten die Beiden nicht mehr aufholen und fuhren als Zehnte und Letzte des Medal Race ins Ziel.

Im zweiten Jahr ihrer Partnerschaft ist es für das Gespann des UYC Neusiedlersee trotz des Missgeschicks der größte gemeinsame Erfolg. “Auf uns ist vor der WM einiges an Druck gelastet. Wir haben aber von Rennen zu Rennen geschaut und mit dem Nationenticket (für die Sommerspiele 2020 in Tokio, Anm.) unser großes Ziel erreicht. Wir haben auch heute wieder alles gegeben und sehen die Silbermedaille als Belohnung für die harte Arbeit in den letzten zwei Jahren”, meinte Vorschoterin Abicht.

Die Pause ist für Frank/Abicht nach der WM aber nur kurz, bereits am kommenden Wochenende geht es mit weiteren OeSV-Kollegen zum nächsten Trainingslager nach Japan. Die Segel-WM endet am Sonntag unter anderem mit dem Medal Race im Nacra 17 (15.25 Uhr). Dabei geht es für Thomas Zajac und Barbara Matz noch um eine Rangverbesserung, vor der Abschlussregatta liegen die beiden auf Rang neun.

(APA)

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