Tanklastzug-Unglück mit 60 Toten: Staatstrauer in Mosambik

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Nach der Explosion eines Tanklastzugs mit 60 Toten hat die Regierung von Mosambik eine dreitägige Staatstrauer angeordnet. Bei dem Unglück wurden 108 Menschen verletzt, darunter auch Frauen und Kinder, die schwere Verbrennungen erlitten, wie die Polizei am Freitag erklärte. Die Regierung ordnete nach einer Krisensitzung des Kabinetts in Maputo die Bildung einer Untersuchungskommission an.

“Das ganze Land ist schockiert”, erklärte Regierungssprecher Mouzinho Saide. Die Staatstrauer beginne am Samstag. Nach dem Unglück vom Donnerstag im Ort Caphiridzange in der Provinz Tete hatten die Behörden zunächst von 43 Toten, dann von 56 Toten gesprochen.

Der Tanklastzug ist Polizeiangaben zufolge explodiert, als Menschen versuchten, illegal Treibstoff aus dem Tanker abzuzapfen. Der Laster fing dabei aus bisher ungeklärter Ursache Feuer. Er war auf dem Weg von der mosambikanischen Hafenstadt Beira nach Malawi, das keinen eigenen Zugang zum Meer hat.

Der Polizei zufolge war der Tanklastzug wegen eines mechanischen Problems liegengeblieben. Der Fahrer habe sich entfernt, um Hilfe zu holen. Daraufhin hätten Menschen begonnen, Benzin abzuzapfen. Ein Polizeisprecher der Provinz erklärte weiter, Beamte hätten in dem betroffenen Bezirk Moatize bereits häufiger Benzindiebe festgenommen.

Mosambik gehört einem umfassenden UNO-Index zufolge zu den zehn ärmsten Ländern der Welt. Die Provinz Tete wurde zuletzt auch von Kämpfen zwischen verfeindeten politischen Gruppen erschüttert.

(APA/dpa)

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