“Tatort”-Team ermittelt erstmals am Wolfgangsee

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Adele Neuhauser und Harald Krassnitzer ermitteln erstmals im Salzkammergut, der Fall um eine tote Journalistin führt die beiden an den Wolfgangsee. Drei Tage lang drehte das Filmteam in St. Gilgen (Flachgau). Gut gelaunt gaben die beiden Schauspieler und Regisseur Thomas Roth beim Pressegespräch Einblick in die Dreharbeiten.




Das Wetter am Wolfgangsee meint es nicht gut mit den “Tatort”-Ermittlern: Der grau verhangene Himmel öffnet immer wieder seine Schleusen und es folgt der nächste Regenguss. “Das Wetter passt zum Tatort, ist aber ungemütlich”, bilanziert Adele Neuhauser die Drehtage im Salzkammergut.

Roth: “Für den Krimi-Look ideal”

Drei Tage hat das Team hier für den Salzburger Fall “Wahre Lügen” gedreht. Und natürlich sei die letzte Klappe geschlagen und der Regen habe aufgehört, fügt Neuhauser lachend hinzu. “Für den Krimi-Look war das trübe Wetter ideal, das fand ich perfekt. Für die Kontinuität ist das aber nicht gut, denn das Wetter soll ja nicht bei jeder Szene verschieden sein”, erläutert Regisseur und Drehbuchautor Thomas Roth.

Leiche einer Journalistin im Wolfgangsee versenkt

Bei den Szenen am Wolfgangsee geht es um einen wichtigen Zeugen, außerdem wird eine Leiche aus dem See geholt. “Damit haben wir euch aber verschont und am Attersee gedreht”, sagt Harald Krassnitzer. Bei der Leiche handelt es sich um eine deutsche Journalistin, die zuletzt für eine Geschichte über illegalen Waffenhandel recherchiert hat. Die Frau wird erschossen und in einem Auto im See versenkt. Die Ermittlungen von Bibi Fellner und Moritz Eisner führen schließlich auch in die Vergangenheit der Republik zum mysteriösen Todesfall eines österreichischen Ministers.

Krassnitzer: “Seien Sie froh, dass wir Wien nicht oft verlassen”

Abgedreht wird der 90-minütige Krimi in 21 Tagen, die Szenen am Wolfgangsee machen insgesamt nur ein paar Minuten aus. Der Großteil des Films entsteht in Wien, auch in Niederösterreich spielt ein Teil der Handlung. Das hat vor allem logistische Gründe, in Wien ist die Infrastruktur vor Ort. “Wenn Sie schauen, wie wir mit den Wienern umgehen, sind Sie froh, dass wir Wien nicht so oft verlassen”, fügt Krassnitzer schmunzelnd hinzu. Aber: “Wir freuen uns immer, wenn wir aus Wien rauskommen”, merkt Neuhauser an.

Neuhauser: “Ich habe mich verliebt in diese Gegend”

Das Salzkammergut ist Neuhauser mittlerweile vertraut. Vor allem für die Dreharbeiten der ORF-Serie “Vier Frauen und ein Todesfall” verbrachte sie hier viel Zeit. “Ich habe mich verliebt in diese Gegend. Es gibt so viele schöne Ecken, die Landschaft ist unglaublich einnehmend.” Dass der Krimi rund um den Wolfgangsee spielen wird, war bereits im Drehbuch festgeschrieben. Veränderung an der Landschaft oder Kulisse gibt es übrigens keine, stellt Krassnitzer klar: “Wir kommen hierher, weil es so ist, wie es ist.”

Krassnitzer: “Man beginnt jedes Mal wieder bei Null”

Im Gegensatz zu Krassnitzer – der nach Rohfassung und Feinschnitt genug vom eigenen Krimi gesehen hat – überkommt es Neuhauser doch manchmal: “Dann schau ich mir die Ausstrahlung an, um die Quoten hochzutreiben”, schildert die Schauspielerin augenzwinkernd. Dabei sind beide auch sehr selbstkritisch der eigenen Arbeit gegenüber. Neuhauser fällt es “immer schwer, mich selbst anzusehen”, während Krassnitzer vor allem die Distanz braucht. “Nach einem halben Jahr kann ich neutral hinschauen. Man tritt jedes Mal mit sehr hohen Erwartungen an sich selbst an und schafft dann doch wieder nur einen Bruchteil davon. Das ist für mich auch das Spannende an diesem Beruf: Man beginnt jedes Mal wieder bei Null.”

“Wahre Lügen” wird 2019 ausgestrahlt, das genaue Sendedatum steht aber noch nicht fest.

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