Telefonkeiler macht Salzburg unsicher

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Die verdächtige Rufnummer kommt aus dem Flachgau.
Die verdächtige Rufnummer kommt aus dem Flachgau. - © Bilderbox/Archiv
Besonders dreist geht derzeit Telefonkeiler in der Stadt Salzburg vor. Er gibt sich als Mitarbeiter des Magistrats aus und will Werbeverträge verkaufen. Mit ein paar einfachen Tipps kann man sich davor schützen.

Die Stadt Salzburg warnt vor dubiosen Telefonkeilern. Seit einigen Tagen werden von einer Flachgauer Telefonnummer aus Werbeaufträge im Namen des Magistrats oder der Stadt an Unternehmen angeboten. “Wer sich von dieser Nummer aus als Magistratsmitarbeiter ausgibt, lügt und missbraucht unseren guten Ruf”, erklärte Magistratsdirektor Martin Floss am Freitag in einer Aussendung.

Magistrat Salzburg hat nichts mit Keiler zu tun

Es habe schon verwunderte Anfragen von Betroffenen bei der Stadt gegeben. Erst gestern habe ihn ein Gastwirt angerufen und geschildert, dass ihn eine Dame angerufen habe und ihm einen Werbeauftrag verkaufen wollte, schilderte Floss im Gespräch mit der APA. Die Frau habe sich als Magistratsmitarbeiterin vorgestellt. Vermutlich sollte eine Werbung in einem Medium der Stadt Salzburg, zum Beispiel im Mitarbeiter-Magazin, geschaltet werden.

Betroffene sollen Polizei informieren

Er habe Anzeige bei der Polizei erstattet, sagte Floss. Wer von solchen Telefonkeilern angerufen werde, solle ebenfalls die Polizei informieren. Die Telefonnummer 06225/2828 ist laut Magistrat nicht zu erreichen, sie ist offenbar für Rückrufe blockiert. Dieser Anschluss werde auf mehreren Web-Plattformen wegen “aggressiver Telefon-Keilerei” negativ bewertet. Der Magistrat habe mit dieser Rufnummer jedenfalls nichts zu tun, wurde in der Aussendung betont.

Tipps gegen Telefonbetrug

Man sollte bei Verkaufsangeboten über das Telefon immer vorsichtig sein, erzählte Polizeisprecherin Valerie Hillebrand SALZBURG24. Wichtig ist, dass man immer genau nachfragt, wer anruft und Angebote über das Telefon kritisch hinterfragt. Geschäftsabschlüsse über das Telefon sollte man nicht machen. Der Verein zur Prävention gegen unerlaubte Werbeanrufe und Telefonbetrug (VPT) gibt auch den Tipp, dass man keine Kontodaten am Telefon weitergeben soll und im Zweifelsfall das Gespräch mit „Kein Interesse“ beenden und auflegen soll.

(APA/SALZBURG24)

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