Temporäre Fahr- und Halteverbote vor Schulen in Stadt Salzburg?

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Werden Straßen vor Salzburgs Schulen temporär gesperrt?
Werden Straßen vor Salzburgs Schulen temporär gesperrt? - © APA
Vor dem nahenden Schulbeginn am Montag lassen Salzburgs Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer (SPÖ) und Verkehrsstadtrat Johann Padutsch (Bürgerliste) aufhorchen: „Wir beabsichtigen, vor möglichst vielen städtischen Schulen und Kindergärten temporäre Fahr- und Halteverbote zu erlassen“, kündigen sie an. Die Idee hat der VCÖ ins Spiel gebracht, das Vorbild ist aus Südtirol.

“Es gibt immer wieder massive Sicherheitsprobleme, etwa vor den Volksschulen Lehen I und II, wenn Autofahrer den hier bestehenden Zebrastreifen schlicht ignorieren”, so Vizebürgermeisterin Hagenauer. “Ganz schlimm ist es auch vorm Campus Andrä, wo Autos kurz vor Schulbeginn verbotenerweise in Zweier- und Dreierreihen halten. Dem müssen wir im Sinne der Kinder einen Riegel vorschieben.” Padutsch ergänzt: “Wir werden uns stadtweit jeden Schul- und Kindergartenstandort ganz genau anschauen und dann die nötigen Maßnahmen treffen.”

VCÖ: 1.600 unnötige Autofahrten zur Schule

Laut VCÖ wird in Österreich jedes fünfte Kind mit dem Auto zur Schule gefahren. Bei etwa 8.000 Kindern in den städtischen Schulen sind das in der Stadt Salzburg an jedem Schultag 1.600 Autofahrten allein in der Früh. Hagenauer und Padutsch halten das für unnötig, weil die Autofahrten die Kinder von Bewegung und vom Lernen ihres Schulwegs abhalten würden. Außerdem habe die Stadt ein gutes Öffi-System, viele könnten auch zu Fuß gehen oder Rad fahren.

Fahrverbote vor Schulen: Vorbild aus Südtirol

Als Vorbild für temporäre Fahrverbote vor Schulen könnte das vom VCÖ genannte Südtirol dienen. Dort gibt es Schulstraßen, die 15 bis 30 Minuten vor und nach dem Unterricht für den Autoverkehr gesperrt werden. “Ich bin mir sicher, dass uns auch die Verkehrspolizei mit entsprechenden Schwerpunktkontrollen zum Wohl der Kinder unterstützten wird”, so Padutsch. Der Verkehrsstadtrat moniert zudem, dass auch bereits bestehende „Kiss & Go-Flächen“, von denen Schulen fußläufig gut zu erreichen seien, noch zu wenig angenommen werden.

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