Adnet: Hochwasserschutz Seidenau bringt Sicherheit

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Lokalaugenschein in Adnet: Bürgermeister Wolfgang Auer (li.), Maria Patek, Landesrat Josef Schwaiger und Obmann Franz Schaffer.
Lokalaugenschein in Adnet: Bürgermeister Wolfgang Auer (li.), Maria Patek, Landesrat Josef Schwaiger und Obmann Franz Schaffer. - © LMZ/Neumayr/MMV
Die Bauarbeiten am Hochwasserschutz Seidenau in der Gemeinde Adnet (Tennengau), die Anfang Juni 2016 begonnen haben, sind nun abgeschlossen. Landesrat Josef Schwaiger (ÖVP) besichtigte kürzlich die umfangreichen Schutzmaßnahmen und das beim Hochwasserschutz neu angelegte kleine Freizeitparadies am Ortsrand von Seidenau.

“Seidenau ist beispielgebend dafür, wie wir Hochwasserschutz im 21. Jahrhundert denken und umsetzen”, so Schwaiger. “Nicht nur die Sicherheit wird großgeschrieben, auch die Ökologie und besonders die Lebensqualität sind integrale Bestandteile der Baumaßnahmen. Wenn ich mir ansehe, wie rasch die Menschen aus der Umgebung die neu geschaffenen, naturnahen Gewässerflächen nutzen und wie die Kinder begeistert im Wasser spielen, dann ist klar, dass wir hier alles richtig gemacht haben. Die Bürgerinnen und Bürger haben nicht nur Sicherheit vor Hochwasser gewonnen, sondern auch ein neues Naherholungsgebiet.”

Immer wieder Hochwasser in der Seidenau

Seit 1959 waren die Bewohner der Seidenau immer wieder von Hochwasser betroffen. Starke Regenfälle sorgten in den vergangenen Jahren regelmäßig für unruhige Nächte. Denn die Siedlung ist immer wieder knapp einer Überflutung entgangen. “Ab sofort ist ein zeitgemäßer Schutz für die Bewohnerinnen und Bewohner der Seidenau gewährleistet”, betonte der Adneter Bürgermeister Wolfgang Auer (ÖVP), der sich bei Wassergenossenschaft, Gemeinde, dem Land Salzburg und dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft für die gute Zusammenarbeit bedankte.

Drei Millionen Euro für Adneter Hochwasserschutz

Rund drei Millionen Euro wurden von Bund, Land, Gemeinde und Interessenten in den Schutz vor einem 100-jährlichen Hochwasser investiert. Zudem erfolgen umfangreiche gewässerökologische Maßnahmen. Die geplanten Gesamtkosten von 2,95 Millionen Euro wurden um 400.000 Euro unterschritten. Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, das Land Salzburg sowie die Gemeinde und die Wassergenossenschaft Adnet tragen die Kosten.

24 Wohnobjekte und die Zufahrtsstraßen werden durch die Schutzmaßnahmen vor einem 100-jährlichen Hochwasser geschützt. Kern des Projektes ist ein sogenannter Ringpolder, ein Retentionsgebiet, das bei Hochwasser gezielt geflutet werden kann, zum Schutz der Seidenauer Siedlung samt hochwassergeschützter Zufahrtsstraße. Um die Grundwassersituation durch die geplanten Maßnahmen nicht zu beeinträchtigen und das Wasser entsprechend ableiten zu können, wurde außerdem ein Pumpwerk mit einer Gesamtleistung von 1.200 Litern pro Sekunde errichtet.

Renaturierung auf rund drei Hektar Fläche

Neben den technischen Schutzbauten wurden auch Renaturierungsmaßnahmen auf einer Fläche von rund drei Hektar ausgeführt. Durch eine Aufweitung des Almbaches wurde das Gewässer ökologisch aufgewertet und zusätzlicher Überflutungsraum zur Verfügung gestellt. Aber auch die Mündung des Spumbaches, eines Zubringers des Almbaches, wurde in eine naturnahe und für Fische passierbare Mündung umgebaut.

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