Vor allem im Bauwesen, ist die Arbeitslosigkeit zuletzt massiv gestiegen. - © Bilderbox
Der Zuwachs im Ausmaß von plus 4,8 Prozent auf 9.286 Personen blieb jedoch unter dem bundesweiten Wert von plus 5,8 Prozent, meldet das Arbeitsmarktservice (AMS) in einer Presseaussendung. Gleichzeitig ist die Zahl der Schulungsteilnahmen im Bereich des Arbeitsmarktservice Salzburg um 5,5 Prozent (auf 2.698) zurückgegangen, während sie in Österreich um 4,3 Prozent gestiegen ist. Die Arbeitslosenquote von 3,7 (nach nationaler Berechnungsmethode) Prozent ist die zweitniedrigste in Österreich.
Kurz vor Beginn der Sommertourismus-Hochsaison zeigt sich für den Landesgeschäftsführer des Arbeitsmarktservice Salzburg, Siegfried Steinlechner, die Arbeitsmarktsituation frei von saisonalen Einflüssen: „Konjunkturbedingt liegen die Arbeitslosenzahlen im Bereich der Warenherstellung weiterhin über dem Vorjahresniveau. Auch die Arbeitskräfteüberlassung ist nun wieder stärker mitbetroffen. Vermehrte Sorge bereitet aber vor allem das Bauwesen, wo die Arbeitslosigkeit zuletzt massiv gestiegen ist.“
Das Arbeitslosenplus am Bau beträgt 30,9 Prozent bzw. 105 Personen, wobei der Tiefbau prozentuell stärker als der Hochbau betroffen ist. In der Warenherstellung sind die Arbeitslosenzahlen um 16,4 Prozent, in der Arbeitskräfteüberlassung um 17,1 Prozent gestiegen. Dagegen gab es im Hotel- und Gastgewerbe ein Minus von 1,7 Prozent.
Frauen waren demnach auch vom Zuwachs der Arbeitslosigkeit mit einem Plus von 3,5 Prozent in geringerem Ausmaß betroffen als Männer, bei denen der Anstieg 6,1 Prozent erreicht hat. Nach Altersgruppen betrachtet, zeigen sich unterdurchschnittliche Zuwächse bei Personen im Haupterwerbsalter, während sowohl bei jungen Arbeitskräften bis 24 Jahre (+8,0%) als auch bei Älteren ab 50 Jahre (+10,1%) die Arbeitslosigkeit überproportional zugenommen hat.
Uneinheitlich die Entwicklung in den Bezirken: Während es im Lungau um 2,9 Prozent weniger Arbeitslose gab und die Zuwächse im Pongau (+0,1%) und im Flachgau mit der Stadt Salzburg (+3,3%) stagnierten bzw. unterdurchschnittlich blieben, verzeichneten der Tennengau (+11,0%) und der Pinzgau (+13,0%) einen überdurchschnittlichen Anstieg.
Ein positives Signal sendet die Stellenstatistik: Die dem AMS zur Besetzung gemeldeten offenen Stellen haben mit plus 1,6 Prozent leicht zugenommen.