Bergtour im Sommer: Das ist zu beachten

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Das Wetter sollte man bei Bergtouren immer im Blick behalten (Symbolbild).
Das Wetter sollte man bei Bergtouren immer im Blick behalten (Symbolbild). - © APA/Barbara Gindl/Archiv
Salzburgs Bergretter sind im Sommer wie im Winter nahezu täglich gefordert: Erst vergangene Woche stürzte ein Bergsteiger in Kaprun ab, am Montag wurde ein 62-Jähriger am Dachstein tot geborgen. Was ist bei einer Bergtour grundsätzlich zu beachten? Wir haben nachgefragt.




“Das wichtigste vor einer Bergtour ist natürlich die Planung”, so Anna-Maria Walli von der Bergrettung Österreich im Gespräch mit SALZBURG24. Wer dabei selbst keine Lust hat, sich mit Kartenmaterial auseinanderzusetzen, kann auf zahlreiche vorhandene Touren auf Internetportalen oder in Büchern zurückgreifen. Je nach Länge und Höhe der Tour sollte auch die eigene Ausdauer berücksichtigt werden, sodass man nicht auf halber Strecke aufgrund von Erschöpfung nicht mehr weiter kommt.

Bergtour: Wetterverhältnisse beachten

Wichtig ist dabei auch ein genaues Studium der Wetterverhältnisse im Vorfeld. Vor allem im Sommer kommt es mitunter punktuell und plötzlich zu Gewittern, da empfiehlt es sich, Abbruchmöglichkeiten mit zu bedenken. Sollte man dennoch in ein Gewitter kommen, sollten Gipfel und Grate schnellstmöglich verlassen werden. “Wenn es wirklich zur Sache geht und man nicht mehr weg kommt, dann sollte man im Gelände nach Vertiefungen und Mulden Ausschau halten”, so Walli.

Gewitter am Berg: Weg von Gipfel und Grat

Wenn ein solcher Unterschlupf gefunden wurde, sollte man unbedingt die Beine zusammenhalten, um einer Gefahr durch Schrittspannung zu entgehen. “Man sollte sich wirklich hinkauern und die Arme um die Beine schlingen. Dazu dann am besten auf den Rucksack setzen, da dieser als isolierende Unterlage dienen kann”, empfiehlt die Expertin.

Richtiges Verhalten im Klettersteig

“Wenn man in einem Klettersteig unterwegs ist und vom Gewitter überrascht wird, kann man sich selbst auch noch an einen einzelnen Stahlbügel hängen”, so Walli. Grundsätzlich sollten aber gerade Klettersteige bei aufkommenden Gewittern gemieden werden, aufgrund von Regen kann es im Bereich von Felswänden zu Steinschlägen kommen.

Ausrüstung: Temperaturen beachten

Bei Touren im Sommer ist die Ausrüstung wohl weniger entscheidend als im Winter, dennoch sollte man auch in den warmen Monaten Haube und Handschuhe dabei haben. Gerade am Gipfel ist man oft windexponiert, je nach Höhe kann auch die Temperatur rasch abnehmen. Dazu sollte man neben dem Handy auch ein Erste-Hilfe-Set dabei haben. “Ein Biwaksack (ähnlich einem Schlafsack, der vor Wind, Kälte und Nässe schützt) ist auch im Sommer wichtig. Wenn man wirklich ein Problem hat und wo ausharren muss, ist der von Vorteil”, gibt Walli im S24-Gespräch an.

Wenn man diese Punkte vor einer Tour beachtet, steht einem sommerlichen Bergvergnügen nichts im Weg.

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