Das steckt hinter den Kirchendiebstählen

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Diebe und Einbrecher haben es offenbar immer öfter auf Kirchen abgesehen (Symbolbild).
Diebe und Einbrecher haben es offenbar immer öfter auf Kirchen abgesehen (Symbolbild). - © APA/Hans Klaus Techt
Immer wieder wurden in den vergangenen Wochen Sakralgegenstände und Figuren aus Kirchen im gesamten Bundesland Salzburg gestohlen. Doch wieso haben es die Täter genau auf diese Gegenstände abgesehen? Wir haben bei Polizei und Kirche nachgefragt.




Diebe und Einbrecher haben es offenbar immer öfter auf Kirchen abgesehen: Erst vergangene Woche wurde aus einer Kirche in Goldegg (Pongau) ein Sakralgegenstand gestohlen, am Mittwoch ließen Unbekannte eine Engelsfigur aus einer Kirche im Tennengau mitgehen, wie die Polizei berichtete.

Zusammenhang zwischen Kirchendiebstählen?

Handelt es sich hier um ein und dieselbe Tätergruppe? “Es ist nicht auszuschließen, dass es sich hier um ein und denselben Täterkreis handelt. Aufgrund der Frische der Ermittlungen, kann man das aber noch nicht bestätigen”, so Polizeipressesprecher Hans Wolfgruber im Gespräch mit SALZBURG24. Möglich wäre laut Wolfgruber allerdings auch, dass im ein oder anderen Fall ein Nachahmungstäter am Werk war.

Ideeller Wert bei kirchlichen Gegenständen

Bei den Diebstählen in den vergangenen Wochen ist der Wert der Gegenstände allerdings großteils gering: “Der Wert ist eher ein ideeller. Denn auch wenn die Figuren mit Blattgold überzogen sind, dann ist diese Schicht so dünn, dass man hier kaum einen Goldwert herausbekommt”, so Ordinariatskanzlerin Elisabeth Kandler-Mayr von der Erzdiözese Salzburg gegenüber SALZBURG24. Ein Gegenstand oder eine Figur ist dann also eher aufgrund des Alters oder des Schnitzers wertvoll.

Professionelle Diebe oder Banden?

Der Verkauf dieser Dinge ist allerdings gar nicht so einfach. In Österreich sind diese Gegenstände inventarisiert. “Auf den Verkauf lässt sich ein regulärer Händler nicht ein”, weiß Kandler-Mayr. Sie vermutet daher, dass es sich bei den Diebstählen der jüngsten Vergangenheit nicht um professionelle Kunstdiebstähle handelt, sondern um Banden, die gelegentlich zuschlagen.

Diebstähle: Gitter und Videoüberwachung in Kirchen

Um eine Kirche sicherer zu machen, gibt es viele Wege: “Da gibt es natürlich Alarmanlagen und Videoüberwachung, eigentlich alles, was man in der Sicherung des Eigenheims auch anwendet”, so Wolfgruber. Der Polizist appelliert dabei auch an die Zivilcourage der Kirchgänger, Verdächtiges zu melden. Ein Installieren von Gittern als zusätzlicher Schutz ist dabei nicht immer so einfach möglich: “Die Kirchen, die über ein Gitter verfügen, verwenden das natürlich auch. Kirchen stehen unter Denkmalschutz, da kann man nicht einfach hergehen und ein Gitter aufstellen”, so Kandler-Mayr.

Der größte Schaden entstehe den Kirchen zudem nicht durch den Diebstahl an sich, sondern durch den Einbruch.

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