Nach Baustopp: Arbeiten für Wissenspark Salzburg-Urstein fortgesetzt

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Nach dreijährigem Baustopp wird am Wissenspark weitergebaut.
Nach dreijährigem Baustopp wird am Wissenspark weitergebaut. - © APA/NEUMAYR/MMV
Nach dreijährigem Baustopp werden die Arbeiten am Wissenspark Urstein in Puch (Tennengau) bei Salzburg ab kommender Woche wieder fortgesetzt. Die Kräne wurden heute, Freitag, aufgestellt. Insgesamt sechs Bauteile mit einer Gesamtfläche von 42.000 m2 und einem Investitionsvolumen von etwa 100 Millionen Euro sollen in unmittelbarer Nähe zur Fachhochschule Salzburg errichtet werden.

Den Grundstein für den Wissenspark hatte im November 2011 der Projektinitiator Petruswerk mit Sitz in Linz gelegt. Doch im Jahr 2012 war das Petruswerk in finanzielle Schwierigkeiten geraten, der Bau wurde stillgelegt. Die für 2013 geplante Ansiedlung der Emco-Privatklinik scheiterte.

So sieht der fertige Wissenspark einmal aus. So sieht der fertige Wissenspark einmal aus./APA/KADAWITTFELD ARCHITEKTUR ©

Bauruine im Juli 2015 verkauft

Im Juli 2015 wurde die zur Bauruine verkommene Liegenschaft um kolportierte 18 Mio. Euro an die Salzburger Projektentwicklungs GmbH Sapeg verkauft. Die Sapeg gehört zu 70 Prozent dem Salzburger Immobilienbüro Stiller & Hohla und zu 30 Prozent dem Hilfswerk Salzburg. “Wir wollen den Wissenspark Urstein Step by Step realisieren. Denn es ist ein wichtiges zukunftsträchtiges Projekt, mit einer großen Herausforderung und extrem viel Potenzial für die gesamte Region”, erklärte am Freitag Sapeg-Geschäftsführer Franz Stiller.

Kräne rollen bei der Großbaustelle für den Wissenspark Urstein wieder an. Darüber freuen sich im Bild von links DI Georg Hinterleitner (Baufirma Spiluttini, ARGE Spiluttini/Doll/Herzog), KommR Franz Stiller (SAPEG-Geschäftsführer u. Geschäftsführender Gesellschafter Stiller & Hohla Immobilientreuhänder GmbH) und Puchs Bürgermeister Helmut Klose./Neumayr Kräne rollen bei der Großbaustelle für den Wissenspark Urstein wieder an. Darüber freuen sich im Bild von links DI Georg Hinterleitner (Baufirma Spiluttini, ARGE Spiluttini/Doll/Herzog), KommR Franz Stiller (SAPEG-Geschäftsführer u. Geschäftsführender Gesellschafter Stiller & Hohla Immobilientreuhänder GmbH) und Puchs Bürgermeister Helmut Klose./Neumayr ©

Kein reines Wohnen am Wissenspark Urstein

Der ursprünglichen Bauwidmung werde voll entsprochen, “reines Wohnen wird es am Wissenspark Urstein nicht geben”, sagte Christian Struber, Präsident des Hilfswerks Salzburg. Unter dem Titel “Wohnen und Arbeiten” sollen Flächen für Jungunternehmer und kleinere Firmen zur Verfügung stehen. Allerdings müssten künftige Nutzer zum Wissenspark-Konzept passen und im Ergänzungsbereich zur Fachhochschule Salzburg oder Kuchl liegen.

Projekt mitgetragen von Raiffeisenverband Salzburg

Mitgetragen wird das Projekt, das in den einzelnen Bauschritten von internationalen Investoren finanziert werden soll, vom Raiffeisenverband Salzburg. Inhaltlich wird es von der Fachhochschule Salzburg unterstützt. Auch die Gemeinde Puch steht dahinter. “Wir freuen uns, dass es jetzt endlich weiter geht auf der Baustelle, und das mit heimischen Betreibern. Damit ist der Wissenspark Urstein zu einem Salzburger Projekt geworden. Es werden wertvolle Arbeitsplätze in der Region für die Zukunft geschaffen”, sagte Bürgermeister Helmut Klose.

Projektsteuerung: Salzburger Baudienstleiter Sabag

Nach den Plänen des Architekturbüros Kada/Wittfeld (Aachen/Graz) werden zwei- bis dreigeschossige Gebäude realisiert. Mit der Projektsteuerung bzw. dem Baumanagement wurde der Salzburger Baudienstleister Sabag betraut. In einem ersten Schritt wird nun mit einem Bauvolumen von rund acht Mio. Euro die bereits errichtete 2,7 Hektar große Tiefgarage mit mehr als 750 Stellplätzen saniert und ausgebaut. Die rund 1.000 Molche und Frösche, die sich während der dreijährigen Baupause in der Tiefgarage angesiedelt hatten, wurden in den vergangenen zwei Monaten von Experten des Instituts für Ökologie in einem nahegelegenen Teich in der Schlossallee in Rif freigelassen.

Die Bauteile A und B sind einstweilen zurückgestellt. In das Bauteil A hätte die Emco-Klinik einziehen sollen. Es ist nun für die Fachhochschule reserviert, das Gebäude B für studentisches Wohnen. Die Bauteile C und D, die für junge Startup-Unternehmen im Umfeld der FH vorgesehen sind, sollen bis Ostern 2016 im Rohbau fertiggestellt sein. Bauteil E ist für die Zentrale des Hilfswerks Salzburg reserviert, der Einzug soll im Herbst 2017 über die Bühne gehen. Auch eine Kinderbetreuungsstätte soll dort untergebracht werden. Bauteil F steht unter dem Titel “Bildung” und ist derzeit für eine neue Wirtschaftshochschule vorgesehen, die mit einem zusätzlichen Standort in Berlin geplant ist.

(APA)

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