Salzburger Asylreport 2017: 3.211 Personen in Grundversorgung

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In der Stadt Salzburg, in Seekirchen und in Tamsweg wurden Holzhäuser errichtet.
In der Stadt Salzburg, in Seekirchen und in Tamsweg wurden Holzhäuser errichtet. - © Neumayr/MMV/Archiv
Der Salzburger Asylreport 2017 weist einen stark sinkenden Trend bei der Unterbringung von Asylwerbern aus. “Derzeit sind 3.200 Menschen im Bundesland Salzburg untergebracht. Das ist ein Rückgang von 20 Prozent. Parallel dazu wurden insgesamt 33 Grundversorgungsquartiere mit knapp 600 Plätzen geschlossen”, weiß die zuständige Landesrätin Martina Berthold (Grüne).


Unter den geschlossenen Quartieren sind u.a. der Botenwirt in Lofer (Pinzgau), die Quartiere in Eben (Pongau), der Jungschar-Turm in Goldegg (Tennengau), die Quartiere Oberndorf (Flachgau), der Felserhof in Radstadt (Pongau), das Quartier Faberstraße in der Stadt Salzburg, das Quartier Wiesenbauer in St. Michael (Lungau), das Quartier Faistenau sowie das Wörndlhaus in Straßwalchen (beides Flachgau).

Allgemein setzt das Land Salzburg bei der Unterbringung von asylwerbenden Menschen auf kleine und mittlere Quartiere und eine ausgewogene regionale Verteilung. Derzeit (Stand: 6.12.2017) befinden sich im Bundesland Salzburg 3.211 Personen in Grundversorgung. 3.120 werden vom Land betreut, 91 vom Bund. Der Onlinereport gibt Überblick zu den aktuellen Entwickelungen im Detail.

Diese Maßnahmen setzt Salzburg zur Integration

Weiter verstärkt wurden 2017 Maßnahmen zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Einbindung von geflüchteten Menschen. Damit wird der Salzburger Weg der Integration konsequent umgesetzt. Dieser umfasst verpflichtende Deutschkurse beginnend von Anfang an, einen umfassenden Aktionsplan zur Arbeitsmarktintegration, Schul- oder Berufsausbildung für junge Flüchtlinge, Steuerungsgruppen zur landesweiten Zusammenarbeit bei Asyl und Integration, neue Maßnahmen im Bereich Prävention und Sicherheit und mehr Unterstützung für Freiwillige.
Auf unterschiedliche Weise förderlich für die Integration von Asylwerbern in die Salzburger Gesellschaft sind Projekte wie etwa das Patenschaftsprojekt “open.heart” der Kinder und Jugendanwaltschaft (KIJA) sowie das Projekt “Integration durch Arbeit” des Roten Kreuzes und des Berufsförderungsinstituts (BFI). Insgesamt wurden bei “open.heart” 160 Ehrenamtliche in zehn Ausbildungsgängen zu Paten ausgebildet, die geflüchtete Jugendliche bei Alltagsfragen unterstützen und begleiten. Insgesamt wurden bisher mehr als 100 Patenschaften vermittelt. “open.heart” wurde kürzlich in Maastricht mit dem Europäischen Verwaltungspreis EPSA ausgezeichnet.

Großer Erfolg mit “Integration durch Arbeit”

“Integration durch Arbeit” verfolgt zwei wichtige gesellschaftliche Ziele: Den Abbau des Arbeitskräftemangels im Tourismus und den raschen Einstieg in den Arbeitsmarkt. Bei diesem österreichweiten Pilotprojekt werden Asylwerber als Lehrlinge oder Saisonkräfte qualifiziert und im Tourismus vermittelt. Das Interesse an diesen Lehrgängen war groß. Mehr als 80 Asylwerber haben sich im Frühjahr für den ersten Integrationskurs beworben. Zehn der 20 Teilnehmer können als Lehrlinge in Gastronomiebetrieben weiter ausgebildet werden, andere arbeiten als Saisonarbeitskräfte oder haben nun die Gelegenheit, ihren Pflichtschulabschluss nachzuholen.

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