Sicher Autofahren bei Hagel und Sturm

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Bei Hagel und Gewitter bleibt das Auto am besten stehen. (Symbolbild)
Bei Hagel und Gewitter bleibt das Auto am besten stehen. (Symbolbild) - © APA/FERDINAND HAFNER
Plötzliche Witterungswechsel mit Regen, Hagel und Sturm als Folge machen Autofahrern oftmals das Leben schwer. Nicht nur während der Fahrt, auch wenn es dadurch zu Schäden am abgestellten Fahrzeug kommt. So seid ihr auch bei Unwettern sicher unterwegs.

Wer von einem Unwetter während der Fahrt überrascht wird, der sollte unbedingt das Tempo reduzieren, den Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug vergrößern und das Licht einschalten. Wenn die Sicht etwa bei einer Fahrt auf der Autobahn gleich null ist, muss der Lenker sein Fahrzeug anhalten, obgleich das normalerweise verboten und auch nicht zu empfehlen ist. „Dafür kann man nicht belangt werden, denn niemand kann gezwungen werden, ohne Sicht zu fahren“, erklärt ARBÖ-Rechtsexperte Peter Rezar. Dies gilt auch für Motorradfahrer, die oft unter Brücken Zuflucht suchen. Rezar: „Wer stehen bleibt, muss auf den Pannenstreifen ausweichen und sollte sein Fahrzeug auf keinen Fall verlassen, sondern sitzen bleiben und abwarten, bis sich die Sicht bessert.“

Am besten am nächsten Parkplatz abwarten

Günstiger wäre jedoch, so es die Verhältnisse zulassen, mit reduziertem Tempo zum nächsten Parkplatz zu fahren und dort abzuwarten. In der Regel sind auf österreichischen Autobahnen Raststätten oder Parkplätze nur wenige Kilometer voneinander entfernt. Da bei starkem Niederschlag oder Gewittern auch die Lichtverhältnisse schlecht sind, gilt nicht nur „Fuß vom Gas“, sondern auch „Licht an“. Und nicht zu unterschätzen ist auch das Risiko abgefahrener Reifen, da sie gefährliches Aquaplaning begünstigen können. Aquaplaning kann bereits bei einem Tempo von 60 km/h auftreten.

Schadensersatz nur bei Vollkasko

Doch nicht nur während der Fahrt können Unwetter die Fahrzeugbesitzer in unangenehme Situationen bringen. Oftmals sind es auch Schäden, die durch Hagel, herabgefallene Äste oder umgestürzte Bäume an abgestellten Fahrzeugen verursacht werden. Wer vollkaskoversichert ist, braucht sich grundsätzlich keine Sorgen zu machen. Diese Schäden sind in den meisten Fällen abgedeckt. Wer nur haftpflichtversichert ist, wird im Falle eines Schadens auf den Kosten sitzen bleiben. Denn Schäden durch umfallende Bäume oder herabstürzende Hausteile (Ziegelsteine, Fenster, Dachteile) gelten als durch höhere Gewalt verursacht. Egal ob sie parkende, haltende oder fahrende Autos beschädigen. Denkbar ist ein Kostenersatz allenfalls dann, wenn Bäume schon vor dem Sturm morsch oder Häuser baufällig waren und der Geschädigte dem verantwortlichen Besitzer nachweisen kann, dass er seinen Erhaltungspflichten nicht nachgekommen ist.

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