Sturm: Über 120 km/h auf Bergen, nichts besonderes in Niederungen

Akt.:
Heftige Sturmböen wurden am Mittwoch für das Bundesland Salzburg vorhergesagt, bis zu 110 km/h sollten es werden. Der Sturm fiel zumindest in den Tälern Salzburgs glimpflicher aus als gedacht, am Nachmittag war das Gröbste überstanden. Ein Überblick.

Die Sturmböen zogen im Lauf des Mittwochnachmittags über Salzburg hinweg. Vereinzelt kam es zudem zu Straßensperren, weil es mitunter heftig schneite. Einsätze der Feuerwehren blieben aus. Gegen 16.15 Uhr war nur noch vereinzelt mit kurzen Böen zu rechnen, wie der ZAMG-Meteorologe Alexander Ohms gegenüber S24 meinte. Gefahrenpotenzial hätten diese aber nicht mehr. Zuvor hatte es Sturmwarnungen gegeben, das Land Salzburg warnte vor Aufenthalten im Freien.

Sturm erreicht 127 km/h auf Loferer Alm

Den Spitzenwert erreichte Sturm Burglind in Salzburg auf der Loferer Alm (Pinzgau) mit 127 km/h, wie Ohms weiter berichtete. Auf der Schmittenhöhe in Zell am See (Pinzgau) wurden 118 km/h, am Sonnblick (Pinzgau) 112 km/h gemessen. “Herunten in den Tälern war es nix besonderes”, erklärte Ohms. 60 bis 70 km/h hätten die Böen dort erreicht. Geschwindigkeiten, die immer wieder mal erreicht würden.

Wetter macht dem Verkehr zu schaffen

Das stürmische Wetter sorgte auf den Straßen für Behinderungen. Die A10 wurde zwischen der Anschlussstelle Flachau und dem Tauerntunnel in Fahrtrichtung Villach gegen 14.30 Uhr vorübergehend gesperrt. Dort stand ein Lkw auf der Fahrbahn quer, es kam zu Staus. Auf zahlreichen Straßen herrschte wegen intensiver Schneefälle Schneekettenpflicht. Den vollständigen Bericht zur Verkehrssituation findet ihr hier.

Kaltfront bringt Sturm: Wetterinfos

Wie die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) und der Wetterdienst UBIMET am Mittwoch mitteilten, zieht ab Mittag von Nordwesten her eine massive Kaltfront des Sturmtiefs „Burglind“durch. Dabei breiten sich kräftige Regenschauer und lokal Gewitter aus, die Schneefallgrenze sinkt bis zum Abend wieder auf knapp unter 1.000 Meter.

Auch Regen und Graupelschauer

Neben dem Sturm gehen auch kräftige Regen- und Graupelschauer nieder, vom Norden Vorarlbergs bis ins Weinviertel können sogar Blitz und Donner dabei sein. Die Schneefallgrenze sinkt rasch auf 1.000 bis 700 m, in 2.000 m gehen die Temperaturen auf -4 bis -7 Grad zurück. Weitgehend verschont bleiben die Regionen von Osttirol bis ins Südburgenland. Nur vorübergehend kann hier am späten Nachmittag kräftiger Nordwestwind auffrischen. Zudem bleibt es vielerorts trocken.

Auf den Bergen der Nordalpen wird der Wind im exponiertem Gelände Orkanstärke erreichen (>118 km/h). Kurz nach Durchgang der Front lässt der Wind bereits wieder nach, bleibt aber noch sehr lebhaft (Spitzen von 70 bis 90 km/h). Die stärksten Windgeschwindigkeiten treten somit mit unmittelbarem Frontdurchgang auf.

Inneralpin sollte der Wind in einigen Tälern am Nachmittag kaum (z.B. im Pinzgau und im inneren Salzkammergut) bzw. deutlich schwächer durchgreifen, stellenweise sind im Salzburger Lungau aber ebenfalls Spitzen von knapp mehr als 70 km/h am Nachmittag möglich.

Tauwetter und viel Regen am Donnerstag

Das Sturmtief „Burglind“ wird rasch von einem weiteren kräftigen Tief abgelöst. Die Warmfront dieses Tiefs greift schon in der Nacht auf Donnerstag auf Vorarlberg und Tirol über. Am Donnerstag tagsüber muss man von Vorarlberg bis ins westliche Niederösterreich sowie in weiten Teilen der Obersteiermark mit anhaltendem, kräftigem Regen rechnen. Die Schneefallgrenze steigt dabei rasch auf 1.500 bis 2.000 m. „In Summe kommen bis Freitagfrüh in diesen Regionen verbreitet 20 bis 40 Liter pro Quadratmeter zusammen, in den Staulagen, etwa im Arlberggebiet und im Außerfern, mitunter sogar deutlich mehr“, so Spatzierer. „In Kombination mit der starken Schneeschmelze steigt allmählich die Hochwassergefahr an kleineren Bächen und Flüssen an, zudem besteht große Lawinengefahr.“

Vergleichsweise wenig Regen gibt es von Osttirol bis ins Burgenland sowie im östlichen Flachland. In Osttirol und Kärnten kann es allerdings bis in manche Täler schneien.

Wetterberuhigung am Freitag

Eine landesweite Wetterberuhigung setzt sich am Freitag durch. Die Strömung dreht allmählich auf südliche Richtungen und damit beginnt nördlich des Alpenhauptkamms eine mehrtägige, sehr milde Südföhnphase. Die Frostgrenze steigt gegen 2.500 m und in den Föhntälern sind bis zu 12 Grad möglich. In vielen Tälern und Becken sowie im Flachland steigt allerdings die Nebel- und Hochnebelwahrscheinlichkeit langsam an. Dort bleibt es mit maximal 2 bis 8 Grad entsprechend kühler.

Leserreporter
Feedback


Aktuelle News

- Freerider in Sportgastein von ... +++ - Strafverfahren gegen drei Ex-S... +++ - Anthering: 15-jähriger Mopedle... +++ - Tourenskigehen hat sich zum Br... +++ - Das bringt die Wohnbauförderun... +++ - Brigitta Pallauf: ÖVP-Frontfra... +++ - Grenzübergang Freilassing: Con... +++ - 70 Prozent der Österreicher fü... +++ - Nach Mayr-Rücktritt: Wie geht ... +++ - Rücktritt von Hans Mayr: Palla... +++ - Radstadt: 27-Jähriger baut zwe... +++ - Lawinengefahr steigt auf Salzb... +++ - Unbekannte schlagen Juwelier-V... +++ - Mehrere Einbrüche im Flachgau ... +++ - Völlig eskaliert: Handydieb dr... +++
0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

noch 1000 Zeichen

Tennengau.
SALZBURG24.AT

Suche

Suche filtern