Waldbrandgefahr im Flachgau erhöht

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Die Waldbrandgefahr im Flachgau ist nicht zu unterschätzen. (Symbolbild)
Die Waldbrandgefahr im Flachgau ist nicht zu unterschätzen. (Symbolbild) - © dpa/Maurizio Gambarini
Der Landesforstdienst hat am Donnerstag mitgeteilt, dass für den Flachgau erhöhte Waldbrandgefahr besteht. Die Bezirkshauptmannschaft Salzburg-Umgebung hat deshalb eine Verordnung zum Waldbrandschutz erlassen. “Feueranzünden und Rauchen im Wald, in Waldnähe und dessen Gefährdungsbereich sind ab sofort in allen Bezirken verboten”, betont Landesrat Josef Schwaiger (ÖVP).

Die Böden sind auf Grund der Hitze, des Windes und der anhaltenden Trockenheit nicht ausreichend durchfeuchtet. Die Gefährdung wird aus derzeitiger Sicht in den kommenden Tagen weiterhin bestehen bleiben. Erst, wenn der Boden nach Regenfällen wieder ausreichend feucht ist, kann Entwarnung gegeben werden. Die Verordnung tritt mit Donnerstag in Kraft und hat bis auf Widerruf Gültigkeit, heißt es in einer Aussendung des Landes.

Gefahrenpotenzial täglich bewertet

Die Experten des Landes Salzburg, der Bezirkshauptmannschaft Salzburg-Umgebung und der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) stehen in Kontakt und bewerten das Gefährdungspotenzial täglich.

Flachgauer Landwirte kämpfen mit Trockenheit

Auch die Landwirte im Flachgau bekommen die Trockenheit zu spüren. “Im nördlichen Teil von Salzburg sind bereits Auswirkungen vorhanden. Der erste Aufwuchs hat noch gut funktioniert, beim zweiten haben die Bauern jetzt schon Einbußen”, erklärt Franz Eßl, Obmann der Salzburger Landwirtschaftskammer, am Mittwoch im Gespräch mit SALZBURG24. Auch im Pongau hat es seinen Angaben nach wenig geregnet, doch im Flachgau regnete es nur knapp die Hälfte im Vergleich zur Menge im Vorjahr. Das gegenteilige Problem haben die Landwirte im Lungau: “Dort gab es viel Niederschlag, die Heueinfuhr ist damit sehr schwierig, zur Erntezeit bräuchte es trockener Tage und Sonne”, schildert Eßl. Wie hoch die Einbußen der Bauern tatsächlich sein werden, könne man erst im Herbst sagen. “Derzeit hoffen wir, dass sich der Verlust durch die dritte und vierte Mahd noch ausgleichen lässt. Sonst muss man im Herbst mit einer Anpassung des Viehbestandes reagieren”, erläutert der Obmann.

Weniger dramatisch sei es derzeit bei den Obst- und Gemüsebauern. Hier habe noch niemand größere Probleme gemeldet, sagt Eßl. “Wir hoffen natürlich, dass sich die Situation wieder lindert und, dass Niederschläge kommen”, betont der Obmann abschließend.

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