Teuerste Stadt Österreichs: Was macht Wohnen in Salzburg so teuer?

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Salzburg ist die teuerste Großstadt Österreichs. Aber warum eigentlich?
Salzburg ist die teuerste Großstadt Österreichs. Aber warum eigentlich? - © APA/BARBARA GINDL
Leistbarer Wohnraum gilt in der Mozartstadt als rares Gut. Bei den Quadratmeterpreisen zählt Salzburg zu den absoluten Spitzenreitern im Österreichvergleich, Tendenz steigend. Immobilienexperte Friedrich Strobl klärt im Gespräch mit SALZBURG24 auf, was die Preise in der Festspielstadt in die Höhe treibt.

Für viele Salzburger ist der Traum vom Eigenheim mittlerweile in weite Ferne gerückt. Kein Wunder: Mit einem Quadratmeterpreis von rund 4.800 Euro ist die Stadt Salzburg die teuerste Großstadt Österreichs und liegt im Kosten-Ranking noch vor Innsbruck und Wien. Friedrich Strobl, Geschäftsführer von Strobl Immobilien in Seekirchen am Wallersee (Flachgau) weiß, was die Immobilienpreise nach oben treibt.

Ballungszentren: Wenig Raum bewirkt hohe Preise

„Der Trend, Wohnraum in der Nähe von Ballungszentren bzw. Städten zu erwerben, entspricht der aktuellen Entwicklung unserer Gesellschaft“, erklärt Stobl. In Salzburg seien vor allem die wenigen vorhandenen Baugrundstücke in und rund um die Festspielstadt mitverantwortlich für die hohen Grundstückspreise. Hier trifft ein geringes Angebot auf eine hohe Nachfrage, was wiederum die Kosten in die Höhe treibt.

Lohn- und Rohstoffpreise sorgen für Kostenanstieg

Zudem sind die Kosten für die Wohnraumerrichtung in den letzten zehn bis 15 Jahren enorm gestiegen. Als Grund für den Kostenanstieg nennt Stobl zunächst den stetigen Anstieg der Lohn-, Energie- und Rohstoffpreise.

Team-Immobilien-Strobl-Web-1 Friedrich Strobl (rechts im Bild) verfügt über 20 Jahre Erfahrung als Immobilienexperte./ Strobl Immobilien ©

Gesetzliche Auflagen als Preistreiber

Ein zusätzlicher Faktor, der die Errichtungskosten steigen lässt, seien laut Strobl die gesetzlichen Bestimmungen. So werden Regelungen, wie etwa die energetischen Vorschriften der Salzburger Bauordnung, die Bestimmungen bezüglich barrierefreiem Wohnen oder die Auflagen hinsichtlich der erforderlichen Energiebereitstellung und Lüftungsanlagen, schnell zum Preistreiber.

Stadt Salzburg: Zahlreiche Wohnungen stehen leer

Eine wichtige Rolle spielt auch das aktuelle Mietrechtsgesetz. “Die vorliegenden Zahlen belegen, dass zahlreiche Salzburger Wohnungen seit vielen Jahren leerstehen. Grund dafür ist vor allem das aktuelle Mietrechtsgesetz”, erklärt Strobl. “Hier wäre eine enormes Mobilisierungspotential vorhanden.” So könnte man Eigentümer beispielsweise durch die Anpassung des Gesetzes dazu bewegen, Kapital in die Modernisierung der Räumlichkeiten zu investieren und damit den lokalen Immobilienmarkt mit zahlreichen Wohnungen zu versorgen. Auch hätte eine solche Modifizierung positive Auswirkungen auf das Bau- und das Baunebengewerbe.

Wohnen-mit-Flyr-3 “Intelligente Projekte” wie der Neubau in Thalgau garantieren eine hohe und langfristige Wohnqualität./Strobl Immobilien ©

Leistbares Wohnen: „Intelligente Projekte“ als Voraussetzung

Einen “Garant für leistbares und qualitativ hochwertiges Wohnen” sieht Strobl in “intelligenten Projekten mit einer gesamtwirtschaftlichen Konzeption”. Als Paradebeispiel für ein gelungenes Preis-Leistungsverhältnis nennt der Immobilienexperte, dessen Unternehmen 2016 sein 20-jähriges Jubiläum feiert, etwa das Neubauprojekt in Thalgau. Die sechs familienfreundlichen Wohneinheiten, die sich derzeit noch in Bau befinden, bieten eine optimale Verkehrsanbindung und garantieren durch die ausgereifte Planung, die Verwendung hochwertiger Baumaterialien und den Einsatz von Biomasse-Heizwärme eine ebenso hohe wie langfristige Wohnqualität.

 

Entgeltliche Kooperation mit „Immobilien Strobl“.

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