Thaiboxen: Salzburgerin Christin Fiedler ist geschaffen für den Ring

Von Aleksandar Andonov
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Thaiboxerin Christin Fiedler will bei der Salzburger Fight Night im Thaiboxen wieder die Fäuste sprechen lassen.
Thaiboxerin Christin Fiedler will bei der Salzburger Fight Night im Thaiboxen wieder die Fäuste sprechen lassen.
Christin Fiedler (RS-Gym) wechselte vom Ballett zum Kampfsport. Bei der K1 Europameisterschaft in Slowenien (Maribor) erreichte die Athletin den 3. Platz in der Klasse bis 56 Kilo und qualifizierte sich für die World Games 2017 (Juli) in Polen. Als Vorbereitung dafür kämpft sie am Sonntag (16 Uhr) – genauso wie Ringer Amer Hrustanovic – bei der Salzburger Fight Night.




Ihre ersten sportlichen Erfahrungen machte Fiedler im Ballet. Die ausgebildete Kindergärtnerin wechselte zum Kampfsport und ist nun amtierende Vizeweltmeisterin im K1 Kickboxen. Im Gespräch mit SALZBURG24 spricht die 31-Jährige Riferin über den Stellenwert, den Reiz und den Lifestyle Thaiboxen.

Auf den Spuren thailändischer Kampfkunst

„Vor 15 Jahren habe ich vor allem wegen der Fitness mit Muay Thai begonnen. Schnell bestritt ich dann aber meine ersten Wettkämpfe“, erzählt Fiedler, die gemeinsam mit ihrem Trainer und Gym-Leiter Roland Schwarz im RS-Gym in Siezenheim Thaiboxen auch für die ganz kleinen unterrichtet. Muay Thai, auch Thaiboxen genannt, ist der Nationalsport Thailands. Hände, Füße, Ellenbogen und Knie werden im Kampf eingesetzt. Erlaubt ist auch der „Clinch“ – das Umklammern des Gegners. Fiedler reist zur Inspiration und zu Trainingscamps immer wieder in den fernen Osten.

“Dort ist der uralte traditionelle Kampfsport in den Lebensalltag integriert. Die Art wie die Leute den Sport leben inspiriert mich.” In Muay Thai ist sie seit neun Jahren im österreichischen Nationalteam. “Leider kann man bei uns in Österreich nicht von als Profi-Sportler davon leben”, ergänzte Fiedler, die es sich zum Ziel gemacht hat die Popularität des Sport in ihrer Salzburger Heimstadt zu erhöhen.

Rituale und Respekt verkörpern Thaiboxen

Vor mehr als 20 Jahren wurde International Federation of Muaythai Amateur (I.F.M.A.) gegründet. Anfangs noch eine sehr kleine Gruppierung, welche weltweit kaum wahrgenommen wurde, entwickelte sich dieser internationale Muaythai Amateur Verband zur größten Muaythai-Vereinigung weltweit. Auf professioneller Ebene nennt sich der weltweit anerkannte Verband World Muaythai Council (W.M.C.). “Leider findet immer wieder Turniere ohne der Beteiligung der Verbände statt. Das rückt den Sport bei einigen Veranstaltungen in ein schlechtes Licht. Wichtig ist immer, dass die Grundsäulen wie Respekt und die Rituale Teil des Wettkampfs bleiben”, lautet der verärgerte Tenor von Fiedler und Schwarz. Bei der Salzburger Fight Night, die vom IFMA veranstaltet wird, tritt sie bei einem Full Muay Thai Kampf gegen die Tschechin Eliska Pelechova in den Ring. “Ich bin für den Ring geschaffen und nehme nur an anerkannten Turniere teil.” Vor drei Jahren unterlag die Riferin der selben Gegnerin in deren Heimatstadt nach Punkten, brennt nun auf Revanche.

Ringer Hrustanovic absolviert MMA-Kampf

Am Samstag tritt Salzburgs bestplatzierter Olympia-Teilnehmer Amer Hrustanovic bei der Griechisch-Römisch-ÖM in Götzis an. Einen Tag später steigt er – neben Fiedler – als Salzburger Aushängeschild einmalig im Mixed Martial Arts in die Alpenstraße in den Ring. Mixed Martial Arts (MMA) ist eine moderne Art des Vollkontaktwettkampfes. Die Kämpfer bedienen sich sowohl der Schlag- und Tritttechniken des Boxens, Kickboxens, Taekwondo, Muay Thai und Karate als auch der Bodenkampf- und Ringtechniken. Bleibt abzuwarten wie sich Hrustanovic im Doppel-Einsatz am Wochenende schlagen wird. Neben Fiedler und Hrustanovic werden sich am Sonntag weitere Salzburger im Ring messen.

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