Thalgau: Pkw-Lenker erfasst Reh

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Nächtlicher Einsatz für die Feuerwehr Thalgau.
Nächtlicher Einsatz für die Feuerwehr Thalgau. - © FF Thalgau
Mit einem Reh ist in der Nacht auf Montag ein Pkw-Lenker auf der sogenannten Russenstraße in Thalgau (Flachgau) zusammengestoßen. Der Autofahrer blieb ersten Informationen zufolge unverletzt. Die Feuerwehr musste zu Ausräumarbeiten ausrücken.

Gegen 22.30 Uhr kam es zu dem Verkehrsunfall auf der Enzersberg Landesstraße (L117). Ein Pkw-Lenker erfasste ein Reh, das über die Straße lief. Der Lenker blieb unverletzt, so eine Polizeisprecherin auf Anfrage von SALZBURG24. Über den Zustand des Tieres ist nichts bekannt. Am Fahrzeug entstand durch den Aufprall massiver Sachschaden. Das Auto musste abgeschleppt werden. Die Feuerwehr Thalgau übernahm die Aufräumarbeiten an der Unfallstelle.

Jährlich sterben 77.000 Wildtiere bei Unfällen

Laut Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) kommen jährlich 77.000 Wildtiere auf Österreichs Straßen ums Leben. Das bedeutet ein totes Tier knapp alle sieben Minuten. Die meisten Unfälle ereignen sich demnach zwischen 5.00 und 7.00 Uhr sowie zwischen 20.00 und 23.00 Uhr.

“Trifft man mit 50 km/h auf einen 20 Kilo schweren Rehbock, wirkt eine halbe Tonne auf Fahrzeug und Fahrer, bei 100 km/h beträgt die Aufprallwucht zwei Tonnen”, erklärte Roland Frisch, Pkw-Chefinstruktor der ÖAMTC Fahrtechnik, in einer früheren Aussendung.

Wild auf der Straße: Wie reagiere ich richtig?

Springt ein Tier auf die Straße, heißt es vor allem: Bremsen, hupen, abblenden und Ruhe bewahren. Die größte Gefahr drohe Autofahrern durch riskante Ausweichmanöver. “Wenn man mit dem Auto im Gegenverkehr landet oder einen Baum am Straßenrand touchiert, sind die Folgen dramatischer als bei einem Zusammenstoß mit einem Wildtier”, sagte Frisch. Ist eine Kollision mit einem Wildtier unvermeidlich, sollte man stark bremsen und das Lenkrad gut festhalten.

Wenn es zu einem Unfall mit einem Wildtier kommt, muss die Gefahrenstelle abgesichert und die Exekutive verständigt werden. Die Nichtmeldung ist strafbar. Getötetes Wild darf auf keinen Fall mitgenommen werden – auch nicht zum Tierarzt.

(SALZBURG24/APA)

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